Bosnien zeigt: Flüchtlinge kehren selten in die Heimat zurück

Der Ausbruch des Bosnien-Krieges liegt nun 20 Jahre zurück. 90.000 Menschen flohen damals aus Bosnien und Herzegowina nach Österreich. Heute es interessant zu sehen, was aus den Flüchtlingen von damals geworden ist. Die wenigsten sind nach Kriegsende in ihre Heimat zurückgekehrt, nur 11 000. Zwei Drittel der Geflohenen, also 60.000, sind in Österreich geblieben, die übrigen in andere Länder weitergezogen.

Wie viele der damaligen Flüchtlinge muslimische Bosniaken waren, wurde nicht erhoben, doch es ist anzunehmen, dass es sich dabei um die Mehrheit handelte. 2009 lebten 52.000 Moslems mit bosnischer Staatsangehörigkeit in Österreich, ungefähr ebensoviele wurden in den Jahren zuvor eingebürgert. Die Presse gibt die Zahl der gebürtigen Bosnier in Österreich mit 131.000 an.

Bleiben auch Tschetschenen und Afghanen für immer?

Dass Flüchtlinge zum Großteil im Aufnahmeland bleiben, ist eine interessante Erfahrung in Hinblick auf die gegenwärtige Zuwanderung. Auch heute kommen jedes Jahr zahlreiche Asylwerber nach Österreich, zum Großteil aus muslimischen Ländern. Die meisten Flüchtlinge werden aus Tschetschenien aufgenommen, gefolgt von Afghanistan. 2011 erhielten 800 Afghanen und 1000 Bürger der russischen Föderation (in der Regel Tschetschenen) einen positiven Bescheid. 3600 Afghanen und 2300 „Russen“ stellten einen Asylantrag. Seit gut einem Jahrzehnt werden jedes Jahr etwa 500 Afghanen aufgenommen, die Zahl der Tschetschenen lag 2007 noch über 2600, sinkt seit damals aber kontinuierlich, da weniger als Flüchtlinge anerkannt werden. Deutlich niedriger liegt die Zahl der Asylwerber aus anderen Krisengebieten. Aus dem Irak, Iran und Somalia werden je etwa 100 bis 300 Menschen jährlich aufgenommen, häufig auch weniger. Kaum spürbar im Asylwesen ist vorerst der Arabische Frühling. Erwähnenswert sind hier lediglich die Syrer, von denen dieses und letztes Jahr insgesamt 600 anerkannt wurden.

Österreich beherbergt größte Tschetschenen-Gemeinde

Die Zahl der Tschetschenen in Österreich wird mittlerweile auf 25.000 bzw. inklusive illegaler Einwanderer auf 42.000 geschätzt, womit Österreich die bei weitem größte tschetschenische Gemeinde der westlichen Welt beherbergt. Diese Gruppe Zuwanderer ist bis jetzt durchwegs negativ aufgefallen. gegenüber der Kleinen Zeitung werden schwere Vorwürfe von Verfassungsschützern erhoben: Die Tschetschenen bildeten einen Staat im Staate, sie seien sehr einfallsreich beim Erfinden von Asylgründen. Dieser Vorwurf wird dadurch erhärtet, dass tausende Tschetschenen regelmäßig in die Heimat fahren, obwohl sie dort angeblich ihres Lebens nicht sicher seien. Innerhalb der Gemeinde werde Druck ausgeübt, den Terrorismus in der Heimat finanziell zu unterstützen. Tschetschenen ändern häufig ihre Namen, angeblich ebenfalls zum Schutz vor ihren Feinden. Ein Polizist spricht den waren Grund aus: Mit einem österreichischen Namen ist es leichter, der strafrechtlichen Verfolgung zu entgehen.

In dem Bewusstsein, dass Flüchtlinge eher nicht beabsichtigen, irgendwann zurückzukehren, erscheinen diese Entwicklungen noch beunruhigender.

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