Neues aus dem von Asylanten “geretteten” Dorf

Im vergangenen August hat Unzensuriert.at über Acquaformosa in Kalabrien berichtet, "das Dorf, das von Einwanderern gerettet wurde", wie damals die bürgerliche Tageszeitung Corriere della Sera titelte. "Die Einwanderer sind mehr als eine menschliche Ressource. Hier sind sie sogar die Retter des Vaterlandes. Oder besser gesagt, der Gemeinde." Und all dies, so der Corriere della Sera, dank des Bürgermeisters, der sich im Rahmen des Projektes SPRAR (ein Hilfsprojekt für Asylsuchende und Flüchtlinge des italienischen Innenministeriums) bereit erklärt hatte, in seiner Gemeinde einige nigerianische Ehepaare aufzunehmen.

Ein Jahr später vermeldet das französische Nachrichtenportal Novopress Neuigkeiten von Acquaformosa und seinen Nigerianern. Diesmal war es keine ganze Seite in einer überregionalen Zeitung, sondern nur eine vergleichsweise bescheidene Meldung in der lokalen Presse. Man erfährt, dass ein nigerianisches Ehepaar – er 29, sie 25 – sich unlängst an einem Nachmittag in das örtliche Lokal des Vereins begeben hatte, der sich im Auftrag des besagten Projektes SPRAR "um die täglichen Bedürfnisse der Einwanderer kümmert. Dort hielten sie etwa zwei Stunden die verantwortliche Referentin gewaltsam fest und forderten Geld für Ihre Bedürfnisse." Die erschrockenen Einwanderer-Unterstützer riefen daraufhin die Carabinieri zu Hilfe. Als diese vor Ort erschienen, wurden sie von den Nigerianern ebenfalls aufs Heftigste angegriffen.

Bedingte Entlassung nach Gerichtsverfahren

Die Nigerianer wurden wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt, Gewaltausübung und schwerer Körperverletzung festgenommen. In einem sofort abgewickelten Strafverfahren vor dem zuständigen Gericht in Castrovillari wurden sie bereits zwei Tage später zu neun Monaten Haft auf Bewährung verurteilt und bedingt entlassen.

Projekt kaut Bürgermeister in „schwieriger Phase“

Wie es bei den notorischen Einwanderer-Unterstützern in solchen Fällen üblich ist, gab der Bürgermeister von Acquaformosa die Schuld an dem Vorfall dem Mangel an finanziellen Mitteln. In elegantesten politischen Neusprech erklärte er: "Es hat sich leider ergeben, dass das Projekt aufgrund verschiedener wirtschaftlicher Probleme in eine schwierige Phase eingetreten ist, was die Zuwanderer als Unsicherheit betrachten und wodurch eigentlich erst die Spannung, wie sie hier und da auftritt, geschaffen wurde." Zu den beiden straffälligen Nigerianern gab der Retter des Dorfes folgende Erklärung ab: "Sie akzeptieren eben keine Regeln. Sie leben jetzt seit sechs Monaten hier mit zwei Kindern, wollen aber nicht zur Kenntnis nehmen, dass sie hier in einem kleinen Dorf leben. Sie wollen lieber in einer großen Stadt leben. Die Frau hat schon zweimal Anzeige gegen ihren Ehemann wegen Körperverletzung gemacht, diese aber in der Folge immer wieder zurückgezogen."

Die beiden Nigerianer sollen jetzt aus dem Projekt SPRAR ausgeschlossen werden und werden sich danach wohl mit ihren Kindern in einer der großen Städte niederlassen, wie sie sich es immer gewünscht haben.

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