„Junge Welt“ huldigt kubanischem Diktator Castro

Der Geburtstag des kubanischen Diktators Fidel Castro am 13. August wurde auch heuer von der Linken gefeiert. Die bundesdeutsche neokommunistische Publikation Junge Welt tut sich zum 86er des Revolutionärs in ihrer aktuellen Ausgabe mit Jubelchören an den greisen kommunistischen Machthaber hervor. Kritiklos wird das „Lebenswerk“ des Diktators gelobt, der seit 1959 die Karibikinsel mit eiserner Hand regiert, gelobt. Die zahlreichen Opfer werden verschwiegen, es zählt nur die Verneigung vor dem „sozialistischen Paradies.“ 

Der „Maximo Lider“ wird gefeiert

Mit der Bildunterschrift „Der Bau der Berliner Mauer vor 51 Jahren wird heute wieder Medienthema – wir gratulieren lieber Fidel Castro zum 86. Geburtstag“ leitet die Junge Welt ihre kritiklose Huldigung auf den „Maximo Lider“ Fidel Castro ein. Man lässt die alten Mitstreiter Castros, etwa den regimetreuen kubanischen Dichter
Cintio Vitier (1921–2009) zu Wort kommen, um den Diktator zu preisen:

Januar 1959 war die Verzückung der Geschichte, nicht im religiösen Sinne, sondern im Sinne einer Unterdrückung der Zeit. Als damals in Havanna eine Bauernarmee einzog, wurde das Unmögliche plötzlich möglich. Wir waren Zeugen, als sich die Geschichte endlich auf die Seite des Guten geschlagen hat.

Den Rest besorgte der Autor des Artikels, Enrique Ubieta Gómez, gleichzeitig Chefredakteur der Zeitschriften La Calle del Medio und Cuba Socialista selbst, wenn er den kubanischen Interventionismus in anderen Ländern und Erdteilen rechtfertigt:

Der kubanische Internationalismus wurde als Verpflichtung, nicht als Almosen begriffen. Kuba teilte seine Ärzte, Lehrer, Soldaten, Guerilleros. Deshalb zeigte Kuba gegenüber der Solidarität, die es selbst erhielt, Dankbarkeit, aber auch die Überzeugung, dass diese kein Gefallen, sondern eine angemessene Behandlung war.

Horrende Opferzahlen der kubanischen Unterdrückung

Die grausamen Schattenseiten des Castro-Regimes werden verschwiegen. Diese hatte etwa der ebenfalls weit links orientierte französische Philiosoph und Politikberater Bernard-Henri Lévy in der Schweizer Weltwoche aufgezeigt: 100.000 politische Gefangene, bis zu 17.000 ermordete Regimegegner, zehntausende ertrunkene „Balseros“(Schiffsflüchtlinge) und hunderttausende Exilkubaner, die flüchten mussten.

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