Darabos nach Olympia auch als Sportminister unten durch

Schlechte Noten stellen die Österreicher der heimischen Sportpolitik und ihrem verantwortlichen Minister aus. Dies ergab eine Umfrage des Humaninstituts, die im Zeitraum zwischen 10. und 14. August 2012 durchgeführt worden ist. Nach den Misserfolgen bei den Sommerspielen in London kritisieren die Befragten vor allem das aktuelle Sportförderungssystem, den mangelnden Schulsport und die fehlenden Anreize für den Breitensport. Dabei betonten die Befragten gleichzeitig die Wichtigkeit des Sports für Persönlichkeitsentwicklung und Gesundheitsförderung.

Österreicher sind unzufrieden mit Olympiaergebnissen

Sehr unzufrieden geben sich die Österreicher mit den Ergebnissen der zu Ende gegangenen Olympischen Bewerbern in London. 79 Prozent der Befragten sind mit den Leistungen der österreichischen Olympia-Teilnehmer nicht zufrieden, nur 12 Prozent sind mit den Ergebnissen einverstanden. Neben der fehlenden Motivation der Sportler mit immerhin 78 Prozent sticht vor allem die schlechte Organisation des Sports mit 69 Prozent Zustimmung durch die Befragten heraus.

Einen zentralen Stellenwert messen die Österreicher dem Sport für die Persönlichkeitsentwicklung und Gesundheitsförderung zu. 62 Prozent sehen einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen Leistungen im Sport und Erfolgen in Schule oder Beruf. Dass Sport fit hält, überzeugt 90 Prozent, 81 Prozent halten ihn für gesundheitsfördernd, 75 Prozent für motivierend. Und immerhin 71 Prozent der Befragten sehen im Sport eine Komponente für die Persönlichkeitsentwicklung. 57 Prozent wünschen sich eine verstärkte Förderung des Schulsports.

Falscher Mann an der Spitze des Systems

Den hohen Stellenwert, den die Österreicher dem Sport einräumen, sehen sie an der Spitze der politischen Verantwortung nicht gewährleistet. Die bisherige Arbeit von Sportminister Norbert Darabos (SPÖ) wird von 26 Prozent mit „Nicht genügend“, von 28 Prozent mit „Genügend“ und weiteren 32 Prozent mit „Befriedigend“ bewertet. Darüber hinaus wird von fast zwei Drittel der Umfrageteilnehmer dem heimischen Sportförderungssystem die zentrale Rolle für die negative Leistungsbilanz bei der Olympiade in London gegeben. Bisherige Reformbemühungen halten 66 Prozent für nicht zielführend.

Österreicher wünschen sich Schwarzenegger, Maier oder Innauer

Für eine bessere Zukunft braucht es eine radikale Abkehr vom verpolitisierten Funktionärssystem. Statt Sportminister Darabos oder Olympia-Chef Karl Stoss stehen die Namen Arnold Schwarzenegger (84 Prozent) , Hermann Maier (78 Prozent) oder Toni Innauer (74 Prozent) ganz oben auf der Wunschliste der Österreicher als Verantwortungsträger für die Sportförderung. Aber auch Skilegende Franz Klammer hat mit 61 Prozent ein gutes Image.

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, unterstützen Sie bitte das Projekt unzensuriert mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf AT58 1420 0200 1086 3865 (BIC: BAWAATWW), ltd. Unzensuriert

Copy link