Weltwoche: Roma-Bub mit Pistole am Cover ist keine Verhetzung

Das Schweizer Magazin Weltwoche habe weder zur Gewalt aufgerufen noch gegen Roma gehetzt, urteilten die Staatsanwaltschaften in Wien und Zürich und stellten das Ermittlungsverfahren gegen Chefredakteur Roger Köppel ein. Die Wochenzeitung hatte Anfang April einen kleinen Zigeuner-Buben auf dem Titelblatt gezeigt, der mit einer Pistole auf den Betrachter zielte. Dies hatte vor allem bei linken Journalisten für einen Sturm der Entrüstung gesorgt.

So auch beim Wiener Klaus Kamolz, der wegen „Verhetzung der Volksgruppe Roma“ in Wien Anzeige gegen das ehemals linksliberale, nun aber rechtskonservative Schweizer Magazin erstattete. Der Profil-Schreiber wollte nach eigenen Angaben mit der Anzeige ein Zeichen setzen, denn in seinen Augen habe die Weltwoche mit dieser Darstellung auf dem Cover eine „Pauschalverurteilung der Roma als Verbrecher“ betrieben.

Das Foto wurde offenbar in der serbischen Provinz Kosovo aufgenommen, wo zahlreiche Zigeuner unter ärmlichsten Verhältnissen auf einer Müllhalde leben und dort nach Verwertbarem suchen. Der Titel zur Story lautete „Die Roma kommen: Raubzüge in der Schweiz – Familienbetriebe des Verbrechens.“

Titelbild setzt Roma als Volk nicht herab

Was Kamolz als Verhetzung einer Volksgruppe ansah, beurteilten die Züricher Oberstaatsanwaltschaft und die Wiener Staatsanwaltschaft folgendermaßen: „Das Titelbild zusammen mit dem Inhalt des Artikels setzt die Roma nicht als Volk herab.“ Wie die Schweizer stellten auch die Wiener Staatsanwälte fest, dass weder zu Gewalt gegen Roma aufgerufen noch gegen die Roma gehetzt oder sie in „einer die Menschenwürde verletzenden Weise beschimpft“ worden wäre.

Die linke Jagdgesellschaft, die ihrerseits bei jeder Gelegenheit gegen Weltwoche-Chefredakteur Roger Köppel „hetzt“, hat durch die Einstellung des Verfahrens eine Niederlage einstecken müssen. Bedauernd daher auch der Titel über den Justiz-Entscheid in der einschlägig linken Berliner taz: „Keine Strafe für Roma-Bashing“.

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