Türkische Wörter zur Ü-Übung im Deutschunterricht für Volksschüler

Besondere Blüten treiben „selbstgestrickte“ integrationspolitische Maßnahmen an unseren Volksschulen. Wie eine Anfrage von FPÖ-Bildungssprecher Walter Rosenkranz an Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) ergab, wird im Unterrichtsgegenstand „Deutsch, Lesen, Schreiben“ an einer Volksschule in Bad Deutsch Altenburg Türkischunterricht gegeben. An Hand von türkischen Wörtern sollen österreichische Kinder den Umlaut „ü“ üben. Die rote Unterrichtsministerin will von diesen integrationspolitischen Maßnahmen nichts wissen. Sie schiebt den Vorfall auf die Verwendung von „Arbeitsblättern“ für den Unterricht.

Türkischunterricht kommt im Schulorganisationsgesetz nicht vor

Türkischunterricht kommt im österreichischen Schulorganisationsgesetz nicht vor. Vielmehr spricht der § 2 von anderen Bildungszielen, die den österreichischen Schülern zu vermitteln sind:

Die österreichische Schule hat die Aufgabe, an der Entwicklung der Anlagen der Jugend nach den sittlichen, religiösen und sozialen Werten sowie nach den Werten des Wahren, Guten und Schönen durch einen ihrer Entwicklungsstufe und ihrem Bildungsweg entsprechenden Unterricht mitzuwirken. Sie hat die Jugend mit dem für das Leben und den künftigen Beruf erforderlichen Wissen und Können auszustatten und zum selbsttätigen Bildungserwerb zu erziehen.

Lehrplan schreibt Deutsch als Gegenstand vor

Auch der Lehrplan für die Volksschule im § 10 des Schulorganisationsgesetzes kennt keinen Türkisch-Unterricht für Volksschüler. Als Pflichtgegenstände in Volksschulen werden ausschließlich aufgezählt:

Religion, Lesen, Schreiben, Deutsch, Sachunterricht, Mathematik, Musikerziehung, Bildnerische Erziehung, Technisches Werken, Textiles Werken, Bewegung und Sport.

In Bad Deutsch Altenburg übt man in Deutsch türkische Wörter

In Bad Deutsch Altenburg scheint man die österreichischen Schulorganisationsgesetze allerdings anders auszulegen. Dort werden österreichische Schüler, deren Muttersprache nachweislich nicht Türkisch ist, mit türkischen Vokabeln im Deutsch-Unterricht „beglückt“. Dort werden für das Üben des Umlauts „ü“ folgende Worte zur Hausübung gegeben: Zürafa (Giraffe), Gözlük (Brille), Otobüs (Autobus), Bisküvi (Keks) usw. Als Grund dafür wird von Unterrichtsministerin Claudia Schmied angegeben, dass das Türkische „besonders viele Worte mit ü“ habe und sich das deshalb zum Üben des Umlautes eigne. Dabei hat man das deutsche Wort „Lüge“, offensichtlich gänzlich verdrängt, es wäre aber auch „Günstling“, „Lüftung“, „Grünzeug“, „Grünschnabel“ oder „Übung“ geeignet. Schmied schiebt die Verantwortung auf die verwendeten Arbeitsblätter aus einem Lehrbuch Namens „Zebra“.

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