Finanzskandal beim roten Sportverband ASKÖ

In Salzburg dürfte der SPÖ-nahe Sportverband ASKÖ in einen handfesten Skandal um die Finanzgebarung verwickelt sein. Berichten zufolge soll der mittlerweile abgetretene ASKÖ-Präsident Franz Karner fragwürdige Geschäfte abgewickelt haben. Außerdem soll ihn – wie die Salzburger Nachrichten schreiben – der rote Landeshauptmann-Stellvertreter David Brenner vor Sanktionen geschützt haben.

Stimmen die Vorwürfe, braucht man sich nicht zu wundern, warum die österreichischen Athleten bei den Olympischen Spielen leer ausgehen. Das Fördergeld würde dann nicht zu den Sportlern kommen, sondern direkt in den Sack der Genossen fließen. So sieht es jedenfalls aus, wenn man die Affäre um die ASKÖ betrachtet: Der Präsident selbst soll sich vom ASKÖ eine überhöhte Rendite für einen Baurechtsvertrag zahlen haben lassen. Den jährlichen Baurechtszins von 14.040 Euro habe der mittlerweile zurückgetretene Präsident Franz Karner laut der Online-Zeitung Salzburger Fenster bereits seit 2004 kassiert, Eröffnung des Sportbauernhofes in Waldzell war aber erst im Juni 2009. Das sei nicht alles, so die Zeitung: Um 244.000 Euro kaufte ihm die ASKÖ dann auch noch den Grund und seine Wohnung im Sportbauernhof ab.

Intervenierten ASKÖ-Funktionäre bei Brenner?

Die möglicherweise missbräuchliche Verwendung von Fördergeld bringt auch den Landeshauptmann-Stellvertreter David Brenner (SPÖ) in die Bredouille. Ein Insider sagte zu den Salzburger Nachrichten, dass alarmierte Beamte des Landessportbüros immer wieder vehement auf Rückforderungen und das Einbehalten weiterer Förderungen gedrängt hätten. Doch ASKÖ-Funktionäre hätten stets interveniert und um Fristerstreckung ersucht. „Mit Erfolg. Aufgrund von Weisungen aus dem Büro von Landessportreferent Brenner wurden die Fristen verlängert“, so der Informant der Salzburger Nachrichten, der bei den ASKÖ-Sitzungen dabei gewesen sein will.

In der gleichen Zeitung weist David Brenner diese Vorwürfe zurück. Er habe in seiner gesamten Amtszeit als Sportreferent dem Landessportdirektor eine einzige formelle Weisung gegeben, nämlich, „alle Förderungen an die ASKÖ mit sofortiger Wirkung zu stoppen“. Dies sei am 3. August 2012 geschehen.

ASKÖ sticht Konkurrenten mit Stadt-Subvention aus

Sollten Malversationen passiert sein, wäre es nicht das erste Mal, dass SPÖ-Politiker und ASKÖ-Funktionäre auf Kosten der Steuerzahler Deals machen. In Wien hat der rote Sportverband 2011 einen privaten Kaufkonkurrenten mit einer Stadt-Subvention ausgestochen. Sportlich fair war das jedenfalls nicht, was sich im Wiener Gemeinderat abspielte: Rot-Grün peitschten für die Sportorganisation ASKÖ eine Millionen-Subvention durch. Mit dieser konnte der Sportverband einen privaten Mitbewerber um den Erwerb einer Sportstätte im 22. Bezirk ausbooten. Nicht nur das: Für den Umbau vom Tennis- in ein Ballsportzentrum wurde nochmals eine fragwürdige Millionen-Förderung gewährt.

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