Schweizer Außenamt unterstützt Islamisten in Mali

Interessante Verbindungen zwischen dem Schweizer Außenamt und islamistischen Kreisen im nordafrikanischen Staat Mali deckte das Schweizer Magazin Weltwoche in seiner jüngsten Ausgabe auf. Das eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten soll in den letzten Jahren vor allem solche Gruppierungen in Mali unterstützt haben, die in einem Naheverhältnis zur Al-Kaida stehen. Vertrauensleute wie ein gewisser Alghabass Ag Intallah, genannt die „Friedenstaube“, sollen ihre wahre Ausrichtung gegenüber den Berner Behörden jahrelang verschleiert haben, ohne dass diese den sicherheitspolitisch bedenklichen Hintergrund erkannt hätten. Nun ist man um Schadensbegrenzung bemüht.

Berner Außenamt kooperiert mit Islamisten

Alghabass Ag Intallah offenbarte laut Weltwoche in einem Zeitungsinterview mit der Zeitung Le Pays aus Burkina Faso, dass es sich bei der von ihm angeführten Organisation "Ansar Dine" durchaus um eine handle, die „ihre religiösen und politischen Vorstellungen“ mit Gewalt durchsetzt. Ansar Dine, zu Deutsch „Verteidiger des Glaubens“ treiben im Nordosten Malis ihr Unwesen. Steinigungen, Auspeitschen und Handabhacken sollen in diesem Teil des afrikanischen Staates an der Tagesordnung sein. Die Schweiz haben diese Entwicklungen in der Vergangenheit offenbar nicht gestört. Vier Millionen sind in ein eigenes "Friedensnetzwerk" im Umfeld von Ansar Dine geflossen. Nach einer Geiselnahme mit anschließender Befreiungsaktion will man in Bern allerdings nicht mehr viel von den Verbindungen nach Mali wissen.

160 Millionen Franken als Entwicklungshilfe

Die Schweiz ist traditionell mit Entwicklungshilfeaktivitäten in Mali engagiert. In den letzten zehn Jahren wurde das vormalige Regime von General Amadou Toumani Toure mit insgesamt 160 Millionen Franken unterstützt. Verwicklungen Toures und seines Regimes in Korruption und Kokainhandel wurden in Bern ebenfalls großzügig übersehen. Als Toure im März 2012 gestürzt wurde, fiel der gesamte Norden in den Machtbereich der Islamisten sowie rebellierender Tuareg-Stämme. In diesen Machtwechsel involviert war auch Ansar Dine und Alghabass Ag Intallah. Als Teil der sogenannten Nationalen Bewegung für die Befreiung von Azawad (MNLA) vollzog man den Machtwechsel mit und stellte sich an die Spitze der Islamisten. Währenddessen ist der Verbleib der durch die Schweiz gegebenen Entwicklungshilfe ungeklärt. Er kommt wohl derzeit den Islamisten zu gute.

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