Roma-Führer nach Ankündigung einer paramilitärischen Garde verhaftet

Die Auseinandersetzungen rund um die Volksgruppe der Roma in Ungarn eskaliert immer weiter. Bis zu einer Million Zigeuner sollen sich mittlerweile bereits im EU-Land Ungarn aufhalten. Nur ein Teil hat seine tatsächlichen Wurzeln auf ungarischem Staatsgebiet. Ein Großteil ist in den letzten Jahren aus Bulgarien, Rumänien, aber auch Serbien nach Ungarn eingewandert. Kriminaltourismus und Bettlerunwesen begleiten sie und führen zu immer neuen Konflikten mit der ungarischen Bevölkerung. Nun will ein militanter Teil der Roma auch noch eine paramilitärische Garde gründen. Sogar von Bewaffnung ist die Rede.

Rund 400 Mann sollen für die Garde bereits geworben worden sein. Obwohl sich Teile der selbstverwalteten Roma-Gemeinden gegen diese Radikalisierung in der eigenen Volksgruppe wenden, möchten die Gründer der Garde eine Stärke von bis zu 8.000 Mann erreichen. Offizieller Grund für die Gründung ist die Bedrohung durch die ungarische Mehrheitsbevölkerung. Rechtsextreme Garden verbreiteten mit Aufmärschen in Roma-Siedlungen zuletzt regelmäßig Angst und Schrecken. Nach dem Mord eines Zigeuners an einer Psychologin kam es in weiten Teilen der Bevölkerung zu großem Unmut.

Anführer der Garde umgehend von der Polizei festgenommen

Kopf der Garde ist „Colonel Daflics“, wie sich der Roma-Capo Ferenc Bago nennt. Es sich bei ihm um eine schillernde Person mit krimineller Vergangenheit handeln. In seinem polizeilichen Führungszeugnis soll ein Vermerk über einen Diebstahl stehen, auf Fotos posiert er mit einem Schwert. Andere Quellen führen an, er sei wegen Mordversuchs vorbestraft. Als Vorbild nennt Bago den amerikanischen Menschenrechtsaktivisten Martin Luther King.

Die Polizei reagierte rasch und nahm Bago unmittelbar nach seinen Ankündigungen fest. Ihm wird die Gründung einer kriminellen Vereinigung und Störung der öffentlichen Ordnung vorgeworfen.

 

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