1. Mai-Fahrraddemonstration: Die Rahlgassen-Stiege in Wien-Mariahilf soll laut „Radikaler Linker“ zum „Tatort“ für Polizeigewalt geworden sein.

Foto: Gugerell / wikimedia.orrg (CC-Zero)
1. Mai: „Radikale Linke“ wirft Wiener Exekutive Polizeigewalt vor

Im Zuge der Covid-19-Krise machen jetzt auch österreichische Linksextremisten wieder mobil. Die Gruppe „Radikale Linke“ hat sich jetzt zu mutmaßlicher Polizeigewalt durch die Wiener Exekutive in einer Presseaussendung geäußért. Konkret geht es um Vorkommnisse rund um eine Fahrraddemonstration unter dem Motto „Solidarität statt neuer Normalität“ vom vergangenen 1. Mai. Laut „Radikaler Linker“ „eigneten sich“ 600 Personen mit dem Fahrrad die Wiener Ringstraße an. Dabei ging es um traditionelle linke Themen wie illegale Migration und marxistische Kapitalismus-Kritik:

Hauptthemen waren die Solidarität mit Geflüchteten in den griechischen Lagern und in Schubhaft, gegen das Abladen der Krisenfolgen auf den Rücken der Lohnabhängigen und das Eintreten für eine andere Form der gesellschaftlichen (Re-)Produktion abseits der kapitalistischen und patriarchalen Zwänge. Dabei wurden die Abstandsregeln eingehalten und Mundnasenschutz getragen. An der Fahrraddemo beteiligten sich auch viele Familien mit Kindern und ein breites Spektrum politischer Gruppen.

Motorrad-Polizisten sollen Radler „angefahren“ haben

Die „Radikale Linke“ behauptet darüberhinaus, dass die eingesetzten Motorrad-Polizisten Fahrradfahrer aus der Demonstration heraus abgedrängt und sogar angefahren hätten, um die Gruppe zu zerstreuen. Damit nicht genug, behauptet die linke Gruppierung, dass auch im Bereich des Wiener Praters Polizeiübergriffe gegenüber Fahrraddemonstranten stattgefunden hätten:

Fahrradfahrer, die der Demo zugerechnet wurden, wurden von vorbeifahrenden Polizeibussen aus der offenen Tür getreten und zu Sturz gebracht, anderen wurde mit den Einsatzfahrzeugen in erhöhter Geschwindigkeit der Weg abgeschnitten. Personen wurden angehalten und zwei Personen aus fadenscheinigen Gründen festgenommen. Eine am Boden sitzende Person wurde von einem Beamten zwei Mal getreten, wie ein Video dokumentiert.

Polizei berichtet von umgestoßenem Motorrad-Polizisten

Die von der Pressestelle der Wiener Polizei zu den Vorgängen verlautbarten Richtigstellungen im Zusammenhang mit dem Polizeieinsatz wurden von der „Radikalen Linken“ in Zweifel gezogen und als „Schutzbehauptung“ dargestellt, wie auch die kronen Zeitung berichtete. Tatsächlich soll nämlich ein Motorrad-Polizist von Radfahrern attackiert und zu Sturz gebracht worden sein.

Rahlgassestiege

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