Italiens Agrarwirtschaft wünscht sich über eine Legalisierung illegaler asiatischer und afrikanischer Migranten billigen Arbeitskräfte-Nachschub.

Foto: John Menard / wikimedia.org (CC-BY-SA-2.0)
Italien möchte 600.000 illegale Migranten als billige Arbeitskräfte per Gesetz legalisieren

Eine neue Einbürgerungs- und Legalisierungswelle möchte die italienische Linksregierung in Rom jetzt als Reaktion auf die Covid-19-Krise umsetzen. Rund 600.000 illegale Migranten aus Asien und Afrika möchte man jetzt in einem gesetzlichen Eilverfahren „legalisieren“. Mit dieser Legalisierung möchte sich vor allem die italienische Agrarindustrie, die großflächig Gemüse- und Obstplantagen betreibt, jene billigen Arbeitsplätze sichern, die in zwölf- bis 14-Stunden-Tagen auf den Feldern arbeiten.

Die linksdemokratische italienische Landwirtschaftsministerin Teresa Bellanova erklärt die Eil-Legalisierung für illegale Einwanderer als Gegenmaßnahme zu „mafiösen Strukturen“ in der Agrarproduktion, die in der Vergangenheit zu „Sklaverei und Schwarzarbeit“ geführt hätten.

200.000 Wanderarbeiter aus Osteuropa fehlen wegen Corona

Die asiatischen und afrikanischen Illegalen sollen vor allem jene rund 200.000 Wanderarbeiter aus Bulgarien, Rumänien und Polen ersetzen, die durch die aktuellen Corona-Grenzssperren nicht nach Italien zum Ernteeinsatz einreisen können. Viele Italiener sehen aber die Legalisierung hundertausender Asiaten und Afrikaner gerade im Angesicht der Covid-19-Krise kritisch.

Denn es ist belegt, dass unter anderem auch durch asiatische Arbeitskräfte, die illegal in Italiens Textilindustrie beschäftigt waren, die Ausbreitung der Coronavirus-Seuche beschleunigt wurde.

Landwirtschaft Italien

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