Die Corona-bedingten Grenzkontrollen (Bild: Grenzstation zur Schweiz bei Rheinfelden/Baden) haben nicht nur gesundheitliche Auswirkungen – im Schnitt gehen der Polizei dabei täglich 35 Kriminelle oder Gesuchte ins Netz.

Foto: User:Mattes / wikimedia.org (CC-BY-2.0-DE)
Corona-Grenzkontrollen: Fast 1.800 gesuchte Kriminelle erwischt, 120.000 Personen abgewiesen

Seit Einführung der Corona-Grenzkontrollen Mitte März hat die Bundespolizei fast 1.800 zur Fahndung ausgeschriebene Personen aufgegriffen. Vom Beginn der Kontrollen am 16. März bis zum 5. Mai „wurden durch die Bundespolizei 1.760 Personenfahndungstreffer im Rahmen der vorübergehend wiedereingeführten Grenzkontrollen festgestellt“, teilte die Bundespolizei mit.

Das sind im Schnitt rund 35 pro Tag, wie die Junge Freiheit zu berichten weiß. Darunter fielen der Zeitung zufolge „sowohl Personen, die per Haftbefehl gesucht wurden, als auch jene, bei denen eine Aufenthaltsermittlung lief. In solchen Fällen versuchen die Beamten, eine Meldeadresse herauszufinden, an der dann beispielsweise ein Strafbefehl zugestellt werden kann.“

Hauptziel ist Bekämpfung der Pandemie

Seit dem 16. März führt die Bundespolizei Grenzkontrollen an den Land-, Luft- und Seegrenzen zu Italien, Spanien, Österreich, Frankreich, Luxemburg, Dänemark und der Schweiz durch. „Übergeordnetes Ziel dieser Maßnahmen ist es, die fortschreitende Pandemie durch Unterbindung oder zumindest Verlangsamung der Infektionskette zu verzögern“, heißt es von Seiten der Behörden. Da die Behörde keine einzelnen Statistiken für diese Länder erstellt, fallen unter die genannten Angaben auch Fälle an den Grenzen zu Polen und Tschechien, wo nur stichprobenartig kontrolliert wird.

Zudem wiesen zwischen 16. März und 5. Mai Bundespolizisten an die 120.000 Personen (!) an den Grenzen ab. Allerdings würden die Abweisungsgründe nicht individuell erfasst, wie ein Sprecher der Behörde erklärte. Dies bedeutet, daß darunter einerseits illegale Einwanderer fallen, denen die Einreise verwehrt wird. Andererseits gehen in die Statistik beispielsweise auch Europäer ein, die zu touristischen Zwecken nach Deutschland wollten und abgewiesen wurden.

Das beweist: Grenzkontrollen wirken. Sie würden freilich noch mehr wirken, wenn die Regierung nicht – trotz Corona – Asylanten ins Land lassen und sogar mit dem Flugzeug hereinholen würde. Etwas, wogegen die AfD wehement protestiert. Zudem fordert die AfD, die Grenzkontrollen nach dem Ende der Corona-Krise aufrechtzuerhalten.

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