Zwei türkische Drohen vom Typ „Bayraktar TB2” wurden beim Einsatz im libyschen Bürgerkrieg abgeschossen.

Foto: Bayhaluk / Wikimedia (CC-BY-SA-4.0)
Türkische Kampfdrohnen von libyscher Nationalarmee abgeschossen

Der libysche Bürgerkrieg nimmt trotz einer eigentlich bis zum Ende des Fastenmonats Ramadan verkündeten Waffenruhe wieder an Fahrt auf. Jetzt wurden zwei türkische Kampfdrohnen und ein Waffendepot der libyschen Einheitsregierung in Tripolis von Einheiten der oppositionellen libyschen Nationalarmee abgeschossen. Auch mehrere Artillerie- und Infanteriestellungen der islamischen Einheitsregierung sind von den Rebellen der Nationalarmee unter Feuer genommen worden.

Dieser Angriff war ein Gegenschlag auf die Einheiten der Einheitsregierung, die unter anderem auch von türkischen Regierungstruppen, islamischen und kurdischen Milizen aus Syrien und anderen Staaten unterstützt werden.

Erdogan hält an libyscher Einheitsregierung fest

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan hält am islamistischen Regime in Tripolis fest, da dieses in seinen strategischen Plan eines neuen, von Ankara gesteuerten osmanischen Reiches passt. Erdogan verfolgt das Ziel, in Nordafrika ihm freundlich gesinnte Regierungen zu unterstützen bzw. einzusetzen, um so gegenüber der Europäischen Union eine politische und militärische Einkreisungsstrategie zu etablieren.

Dieser Plan Erdogans soll einerseits einem weiteren hegemonialen Einfluss auf die nordafrikanischen Rohstoffquellen dienen und andererseits auch eine Steuerungsfunktion in Sachen Einwanderung nach Europa sicherstellen. Mit diesen beiden strategischen Erpressungspotentialen hofft Erdogan türkische Interessen gegenüber den Europäern durchsetzen zu können.

„Bayraktar TB2”

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, unterstützen Sie bitte das Projekt unzensuriert mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf AT58 1420 0200 1086 3865 (BIC: BAWAATWW), ltd. Unzensuriert

Copy link