SPÖ-Parteiobfrau Rendi-Wagner steht nach der Mitgliederbefragung schon im nächsten Grabenkampf mit ihren innerparteilichen Gegnern.

Foto: SPÖ Presse und Kommunikation / Wikimedia CC BY-SA 2.0
Pamela Rendi-Wagner möchte Kritiker aus Partei ausschließen

Mit scharfen Geschützen fährt jetzt die mit gerade einmal 28,9 Prozent (71 Prozent bei 42 Prozent Beteiligung) bestätigte SPÖ-Parteiobfrau Pamela Rendi-Wagner gegen ihre innerparteilichen Kritiker auf. Rendi-Wagner möchte ihre Kritiker aus der Partei ausschließen. Grund dafür ist der Zweifel von Genossen über das rechtmäßige Zustandekommen des Ergebnisses für die Parteiobfrau bei der Mitgliederbefragung.

Die durch anhaltende Kritik dauerwund geschossene SPÖ-Chefin fordert jetzt massive Konsequenzen für ihre internen Gegner, die durch ihren Boykott aus dem Hinterhalt immer wieder die Aufbauarbeit der Sozialdemokraten stören würden. Diese gesamte Gruppe der Kritiker würden der Partei nicht gut tun, ganz im Gegenteil, so Rendi-Wagner.

Deckmantel der Anonymität wird für Gerüchte genutzt

Laut SPÖ-Parteiobfrau würde diese Gruppe unter dem Deckmantel der Anonymität immer wieder aufs Neue Gerüchte streuen. So käme aus diesem innerparteilichen Kritikerumfeld auch das vor einigen Monaten gestreute Gerücht, sie stehe unmittelbar vor dem Rücktritt.

Dass hier sehr viel Zeit und Energie für den Grabenkampf hinter den Kulissen verbraucht werde, um parteiintern Unfrieden zu stiften, versteht Rendi-Wagner nicht.

Wiederkandidatur und Spitzenplatz bei den Nationalratswahlen

Rendi-Wagner gibt sich kämpferisch. Beim regulären Bundesparteitag 2021 möchte die SPÖ-Parteiobfrau neuerlich für den Vorsitz kandidieren. Und sie geht auch davon aus, dass sie spätestens 2024, bei den regulär stattfindenden Nationalratswahlen, die österreichische Sozialdemokratie auf dem Spitzenplatz Nummer Eins anführt und die Kanzlerfrage stellen wird.

Pamela Rendi-Wagner

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