Beim Geldabheben spionierte der Rumäne zunächst den Bankomat-Code aus, dann raubte er die meist betagten Opfer aus und behob mit deren Karten hohe Summen. Nun sitzt er in Haft.

Foto: jarmoluk / pixabay.com
Nach jahrelangen Ermittlungen: Polizei schnappte rumänischen Serien-Straßenräuber

Fünf Jahre trieb ein Straßenräuber in Wien, Steyr (OÖ) und Mödling (NÖ) sein Unweesen – nun konnte ihn die  Polizei endlich aus dem Verrkehr ziehen. Im Zuge umfangreicher Ermittlungen ist es dem Landeskriminalamt Wien in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Stadtpolizeikommanden gelungen, eine ganze Serie von Straftaten zu klären. Dabei konnten ein mutmaßlicher Täter, ein 35-jähriger rumänischer Staatsangehöriger, am 3. März in Wien-Favoriten festgenommen werden. Ihm werden insgesamt 18 Straftaten, insbesondere Diebstähle bzw. Raubüberfälle, zur Last gelegt.

Mit geraubten Bankomatkarten Geld behoben

Dabei wurde den vorwiegend betagten Opfern bei der Geldbehebung über die Schulter geschaut. Im Anschluss erfolgte dann der Diebstahl bzw. der Raub, bei dem unter anderem die Bankomatkarte erbeutet wurde. Anschließend wurden widerrechtlich teils hohe Geldsummen behoben. Der 35-Jährige zeigt sich geständig. Er bezichtigte eine zweite Person der Mittäterschaft. Dabei handelt es sich um einen 47-jährigen ebenfalls rumänischen Staatsangehörigen.

Komplice noch auf der Flucht – hoher Sachschaden

Der Komplice befindet sich noch auf der Flucht, eine Fahndung nach dem Tatverdächtigen läuft. Der Gesamtschaden beläuft sich auf eine Summe im mittleren fünfstelligen Eurobereich.

Im Sinne der Prävention rät die Polizei:

– Seien Sie bei Bankgeschäften und Bankomatabhebungen besonders aufmerksam, ob Sie beobachtet werden. Im Zweifelsfall brechen Sie die Bankomatbehebung ab und rufen die Polizei unter 133.

– Hinterlassen Sie bei Bankgeschäften keine Dokumente mit sensiblen Informationen (z.B. Kontoauszug). Entsorgen Sie diese so, dass sie für Dritte nicht greifbar sind.

– Bitten Sie um Hilfe, wenn Sie das Gefühl haben, von jemandem verfolgt zu werden. Sprechen Sie einen Passanten an, oder gehen Sie in ein Geschäft, gehen Sie nicht direkt nach Hause.

Quelle: LPD Wien

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