Facebook setzt auch in Östereich „Faktenprüfer“ ein – die nicht immer für unvoreingenommene Berichte sorgen, sondern eher für das Gegenteil.

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„Faktenprüfer“ in sozialen Medien: Handlanger politischer Willkür?

Der Facebook-Konzern will sein „Faktencheck-Programm“ auf Österreich sowie die Schweiz ausweiten, berichtet unter anderem der ORF. Was auf den ersten Blick gut klingt, könnte aber auch negative Folgen für unbescholtene Nutzer haben.

Mehr Fakten-Verdreher als Fakten-„Checker“

Die Meldung über die Installierung von Faktenprüfern in Österreich ist schon einmal eine Falschnachricht, denn die deutsche „Zensur-GmbH“ namens „correktiv“ wütet bereits längst illegal bei uns und entpuppte sich mehr als „Fakten-Verdreher“, denn als Fakten-„Checker“.

So wurde der Unzensuriert-Artikel „Sohn beschützt Mutter und wird von fünf Schwarzafrikanern niedergeprügelt“ mit einem Bann von „correktiv“, das bis dahin eigentlich nur in Deutschland auf „Fake-News“-Jagd war, belegt. Aufgrund dieser verhängten Strafmaßnahme seitens Facebook erreichte der Artikel erheblich weniger Nutzer und schadete zudem dem Image von unzensuriert.

Die gemeinnützige „Recherche“-Plattform befand nämlich, dass die Geschichte nicht stimmen würde, also von unzensuriert frei erfunden wäre. „Correctiv“ markierte den Bericht zuerst als „falsch“, später, als unzensuriert entsprechende Schriftstücke nachlieferte, noch immer als „teilweise falsch“.

Innenminister musste falsche Auskunft zugeben

Tatsächlich – und das kam erst nach einer parlamentarischen Anfrage durch FPÖ-Mediensprecher Christian Hafenecker an ÖVP-Innenminister Karl Nehammer heraus – war das ausländische Medium von der Wiener Polizei falsch informiert worden. Der Bericht auf unzensuriert stimmte auf Punkt und Beistrich, wurde aber dennoch mit einem Facebook-Bann belegt.

Ein zweiter Fall betraf den Bezirksvorsteher von Wien-Simmering, Paul Stadler (FPÖ). Seine Seite wurde fast drei Wochen lang ohne Angabe von Gründen gesperrt, obwohl darauf nur Hilfeleistungen für die Bezirksbürger transportiert wurden. Ausgerechnet an dem Tag, als sich der Verfassungsausschuss im Parlament mit der Sache beschäftigte, schaltete Facebook die Seite des FPÖ-Politikers wieder frei. Wer hinter der dubiosen Sperre eines Wiener Kommunalpolitikers ausgerechnet in einem Wahljahr steckt, konnte bis dato nicht geklärt werden. Vielleicht wissen es ja die Facebook-Faktenprüfer oder ihr „correktiv“.

Allein diese zwei Beispiele zeigen, wie „Faktenprüfer“ vorgehen und – je nachdem, wer als Prüfer fungiert – politische Willkür walten lassen können. Bleibt zu hoffen, dass durch die Faktenprüfer von Facebook die Meinungsfreiheit in Österreich nicht noch mehr eingeschränkt wird. Unzensuriert wird jedenfalls weiter aufmerksam sein und bei Bedarf darüber berichten,

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