Hunderte Bürger versammelten sich trotz widriger Wetterverhältnisse am Freitag in Linz, um für Freiheit, Menschenwürde und unsere Verfassung zu demonstrieren.

Foto: z.V.g.
Beschämend: Kurz und Landeshauptleute auf der einen, Demonstranten auf der anderen Seite

Drastischer kann die Abgehobenheit des politischen Establishments nicht mehr vorgeführt werden: Während Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Freitag die Landeshauptleute in Linz um sich scharte, versammelte sich 400 Meter weiter das gemeine Volk auf dem Hauptplatz.

Kundgebung interessiert Medien nicht

Bei der Kundgebung „für die Freiheit“ hielt sich die Polizei mit Abstandsmessungen zurück, während die Mächtigen die noblen Redoutensäle wählten, „wo man ausreichend Platz hat, um Abstandsregeln und Schutzmaßnahmen umzusetzen“, wie die Oberösterreichischen Nachrichten (OÖN) festhalten.

Kein Wort findet man in dieser regionalen Tageszeitung aber über den Protest von mehreren hundert oberösterreichischen Bürgern auf dem Linzer Hauptplatz. Was geschieht mit einer Demokratie, wenn die Medien nicht funktionieren und nur noch das Sprachrohr der Macht bilden?

„Grundwerte der Verfassung“ in Gefahr

Genau hier setzte auch die Demonstration des gemeinnützigen Vereins „Kunst und GenussKultur Garten“ an. Man meldete als Zweck der Versammlung an: „Menschenwürde, Meinungsfreiheit und deren Bedeutung in der österreichischen Bundesverfassung“. Darunter versteht der Veranstalter:

Das Ziel der Versammlung ist die Bewusstmachung, dass die Menschwürde als unantastbarer Bestandteil unserer österreichischen Grundordnung jeden einzelnen Menschen als geistig-sittliches Wesen zur Selbstbestimmung befähigt.

Die Aushebelung dieser Grundwerte der Verfassung ist nicht zu rechtfertigen, und wir fordern unser Recht als Volk.

Das alles ist den Mainstream-Medien keine Meldung wert.

Wachsende Kluft zwischen Obrigkeit und Untertanen

Der Wochenblick hatte zuletzt über die zahlreichen Anti-Corona-Demonstrationen in ganz Deutschland berichtet und gemeint:

Es tut sich eine Kluft zwischen Regierenden und Bürgern auf, die medial nicht länger ignoriert werden kann, auch wenn dies derzeit noch von den etablierten Mainstream-Medien versucht wird.

Noch ist den Regierenden und den Mainstream-Medien die Größe der Kluft offensichtlich nicht bewusst.

unzensuriert-Aktualisierung am 16. Mai

Die OÖN berichten doch über die Demonstration. Unter dem Titel „Gebt uns unser Leben wieder zurück“ erschien in der Print-Ausgabe vom 16. Mai ein Beitrag. Und wie plaziert? Auf Seite 15 und im Wirtschaftsteil.

Wie schon bei den Berichten zum Klimawahn findet sich im vorderen Zeitungsteil purer Mainstream, im Wirtschaftsteil kann man Differenzierteres oder sogar das Gegenteil lesen. Nur, wie viele Leser überspringen den Wirtschaftsteil?

Linz Demo

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