OSZE-Generalsekretär Thomas Greminger erwartet in Folge der Covid-19-Krise eine Zunahme der Kriminalität (im Bild die Wiener Hofburg als OSZE-Amtssitz).

Foto: Andrew Bossi / Wikimedia (CC-BY-SA-2.5)
OSZE fürchtet massive Kriminalität und Korruption als Folge der Corona-Krise

Einen regelrechten „Kriminalitäts-Turbo“ befürchtet die „Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa“ (OSZE) als Folge der Covid-19-Krise. In den nächsten Monaten und Jahren soll es in den Wirtschaftsbeziehungen national und international zu verstärkter Kriminalität und Korruption laut OSZE-Generalsekretär Thomas Greminger kommen. In der OSZE befürchtet man ein fortgesetztes Ausnützen der aktuellen Systemschwächen und seiner gesellschaftlichen und ökonomischen Folgen.

Für Greminger ist Covid-19 jene „Krankheit“, die ein neues kriminelles Virus auslösen kann – mit ebenfalls schwerwiegenden Folgen bis hin zum weltweiten Menschenhandel. Kriminelle würden die angespannte Personallage bei Grenz- und Polizeibehörden ausnutzen, um so ihren „Geschäften“ nachzugehen.

Kernaufgabe: Friedensicherung in Europa

Eigentlich hat die OSZE die Aufgabe, den Frieden in Europa zu sichern. Dazu zählt auch der Kampf gegen Korruption und Menschenhandel.

Greminger wurde im Juli 2017 für drei Jahre bestellt, seine Amtsperiode läuft noch bis Juli. Zuvor war er seit 1990 im diplomatischen Dienst der Schweiz. Vor seiner Amtsübernahme in der OSZE war Greminger stellvertretender Chef der Schweizer Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit. Dort war er für ein Budget von 730 Millionen US-Dollar und 900 Mitarbeiter in Bern und im Ausland verantwortlich.

OSZE Wiener Hofburg

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