Das verdächtigte Wuhan-Institut will erst am 30. Dezember 2019 durch eine Krankenhaus-Probe zum ersten Mal mit Covid-19 konfrontiert worden sein.

Foto: Karolina Fok / wikimedia.org (CC-BY-4.0)
„Wuhan Institute of Virology“ versucht, sich international zu rechtfertigen

Nachdem der Druck auf China im Zusammenhang mit dem Ausbruch des Coronavirus immer größer wird, versucht sich das kommunistische Regime in Peking jetzt zu rechtfertigen. Im Zentrum einer umfangreichen Stellungnahme steht diesbezüglich die Rolle des „Wuhan Institute of Virology“. China reagiert jetzt auf die massive Fokussierung auf das Wuhan-Institut und hat über die Wissenschaftszeitschrift Science and Technology Daily ein Interview mit dem Präsidenten der regionalen Chinese Academy of Science (CAS) in Wuhan, gleichzeitig Direktor des Wuhan National Biosafety Laboratory und seinem Stellvertreter Guan Wuxiang „organisiert“. Damit will man „weltweiten Gerüchten“ entgegentreten, die den Ausgangspunkt des Virus in diesem Institut in Wuhan sehen:

Seit dem Ausbruch von Covid-19 haben sich Forscher des Wuhan Institute of Virology (WIV) der Chinese Academy of Science (CAS) an vorderster Front engagiert; haben sie verschiedene Forschungs- und Entwicklungsaufgaben durchgeführt, um die Pandemie zu unterbinden und zu kontrollieren. Trotzdem haben sich über das Internet weltweit Gerüchte verbreitet, denen zufolge das neuartige Coronavirus künstlich hergestellt wurde und die Pandemie entstanden sei, weil das Virus aus einem Labor ausgetreten ist.

Erst am 30. Dezember 2019 erste Covid-19-Probe?

Guan Wuxiang gibt in diesem Interview unter anderem bekannt, dass die Arbeit des Instituts im Zusammenhang mit Covid-19 am 30. Dezember 2019 begonnen habe. Damals seien „Proben einer unbekannten Lungenentzündung“ vom Wuhan Jinyintan Hospital ins Labor gebracht worden. Damit wurden die ersten Erreger-Nachweise und Erreger-Identifizierungen durchgeführt. Die Ergebnisse seien dann an die zuständigen Gesundheitsbehörden Chinas weitergemeldet worden.

In dem Interview wird von den Wuhan-Forschern weiters darauf hingewiesen, dass seit diesem Zeitpunkt unter anderem so zentrale wissenschaftliche Vorgänge wie die Isolierung und Identifizierung des Virus, der Nachweis von Erregern, die Entwicklung antiviraler Arzneimittel und Impfstoffe, die Beurteilung der Titer-Level neutralisierender Antikörper im Plasma genesender Patienten, die Erstellung tierbasierter Modelle sowie die Erforschung pathogener Mechanismen erfolgt seien.

Covid-19-Meldung an die WHO erfolgte am 11. Jänner

In den folgenden ersten elf Tagen des Jänner 2020 wurde das Coronavirus isoliert und als neuwertig identifiziert. Als eines der sogenannten „designierten Institute der National Health Commission“ wurde die Sequenz des Virus am 11. Jänner an die Weltgesundheitsorganisation (WHO) übermittelt.

Aufgebaut wurde dabei auf den umfangreichen Forschungen zu SARS seit dem Jahr 2003. Darüber hinaus wurde in der ausführlichen Stellungnahme des Wuhan-Instituts betont, dass die strengsten Sicherheitsvorkehrungen eingehalten worden sind.

Laborutensilien

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