In der türkischen Küstenstadt Izmir hackten Unbekannte die Lautsprecheranlagen mehrerer Moscheen und spielten „Bella Ciao“.

Foto: Olgunkin / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)
Partisanenlied „Bella Ciao“ statt Muezzin-Ruf in Izmir gespielt

Ein „akustischer Putschversuch“ fand in der türkischen Stadt Izmir statt. Ausgerechnet mitten im Fastenmonat Ramadan erschallte aus den Lautsprechern der lokalen islamischen Moscheen das italienische Partisanenlied „Bella Ciao“. Ein Hackerangriff bisher unbekannter Täter soll zu dieser Aktion gegen die traditionellen Muezzin-Rufe geführt haben.

Zahlreiche Nutzer Sozialer Medien teilten diese Musikeinlage. Die türkische Staatsanwaltschaft und die Polizei ermitteln jetzt gegen die Saboteure der religiösen Übung in der Küstenstadt und im gesamten Land. Ermittelt wird wegen „Verunglimpfung religiöser Werte“, ein schweres Delikt in der Türkei.

Präsidentensprecher Celik kündigte Bestrafung an

Der Sprecher von Erdogans Regierungspartei AKP, Ömer Celik, verurteilte den Vorfall medial auf das heftigste. Celik kündigte eine Aufklärung dieser „abscheulichen Tag“ und eine strenge Bestrafung der ausgeforschten Täter an. Die Küstenstadt Izmir gilt seit vielen Jahren als eine Hochburg der Opposition.

Hier hat sich die oppositionelle sozialdemokratisch orientierte CHP in den letzten 20 Jahren gegen Erdogans Regierungspartei als bestimmende politische Kraft behaupten können.

Moschee Izmir

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