Der Sächsische Staatsminister für Kultus schrieb an die Eltern von Schülern einen eindringlichen Elternbrief – mit drastischen Strafandrohungen.

Foto: DALIBRI / wikimedia.org (CC-BY-SA-3.0)
Coronamaßnahmen: Staat droht Eltern mit Kindesentzug

Bei Missachtung der Corona-Vorschriften droht Eltern jetzt der Kindesentzug. Als hätten Eltern es nicht ohnehin schwer genug in Zeiten von Corona, müssen sie ab dem 25. Mai ihren Kindern tagtäglich eine „Gesundheitsbestätigung“ mit auf den Schulweg geben. Haben sie diese vergessen, sind die Kinder unverzüglich aus der Schule abzuholen – bei mehrmaligen Verstößen droht ihnen der Freistaat Sachsen mit dem Entzug ihrer Kinder.

Ein Elternbrief des Grauens

Dieser von Christian Piwarz (CDU), Sächsischer Staatsminister für Kultus, am 16. Mai verfasste Elternbrief verpflichtet die Erziehungsberechtigten überdies zur täglichen Bestätigung, dass auch die restlichen Familienmitglieder frei von Symptomen einer Erkältungskrankheit wie erhöhte Temperatur, Halsschmerzen, Husten oder Schnupfen sind.

Drastische Konsequenzen angekündigt

Konkret heißt es in dem Elternbrief:

Sofern Sie dem nicht nachkommen, ist die Schule verpflichtet, das Ordnungsamt einzuschalten – bis hin zur Inobhutnahme des Kindes.

Im Klartext bedeutet diese Terminologie im deutschen Rechtssystem „die vorübergehende Unterbringung des Kindes in einem Heim oder einer Pflegefamilie“, die in akuten Notsituationen oder bei Gefährdung des Kindeswohls durch das Jugendamt verfügt und vorgenommen werden kann.

Schule

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