Der US-Demokrat Joe Biden verstörte in seiner Wahlwerbung die afroamerikanischen Bürger mit medialer Vereinnahmung – und musste wieder zurückrudern.

Foto: Chuck Kennedy / wikimedia.org (PD)
Joe Biden verärgert Afroamerikaner mit seiner Vereinnahmungs-Strategie

In einen neuen Fettnapf ist der US-Demokrat und Präsidentschaftskandidat Joe Biden in seiner aktuellen Wahlbewegung getreten. Bei einer Diskussion mit dem farbigen Moderator Lenard Larry McKelvey vulgo „Charlamagne Tha God“ in der populären Radiosendung The Breakfast Club vereinnahmte er mit einer flapsigen Bemerkung alle afroamerikanischen Wähler für sich. Biden erklärte dem Moderator und den Zuhörern:

Ich sag‘ Ihnen was: Wenn Sie ein Problem haben, sich zu entscheiden, ob Sie für mich oder Trump sind, dann sind Sie nicht schwarz.

Der Moderator erwiderte darauf, dass er beunruhigt sei, wenn Biden von vornherein alle afroamerikanischen Wähler für sich vereinnahme. Der hingegen verwies auf seine Zeit als Vizepräsident unter dem farbigen US-Präsidenten Barack Obama und seinen vielfältigen Aktivitäten für die Schwarzen.

1,3 Millionen Schwarzer wählten Trump

Die Behauptung, dass Farbige quasi automatisch im Lager der US-Demokraten und Joe Bidens zu finden seien, ließ Stimmen laut werden, die dem Präsidentschaftskandidaten Rassismus vorwarfen. Biden entschuldigte sich daraufhin und nahm seine Äußerung mit dem Ausdruck des Bedauerns zurück.

Das ersparte ihm aber nicht die Kritik des schwarzen Senators Tom Scott aus den Reihen der Republikaner, der darauf verwies, dass 1,3 Millionen Afroamerikaner bei der Wahl 2016 für Donald Trump als US-Präsident gestimmt hätten.

Jo Biden

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