Die Corona-Pandemie zeigt Wirkung: Die türkische Lira leidet unter dem Außenhandelsdefizit, das noch größer geworden ist.

Foto: Join smith / wikimedia.org (CC-BY-SA-2.0)
Corona-Krise lässt türkisches Außenhandelsdefizit um 67 Prozent steigen

Die Corona-Krise hat auch die türkische Volkswirtschaft mit voller Wucht erfasst. Das aktuelle Zahlenmaterial des Statistikinstitutes TurkStat dokumentiert ein Außenhandelsdefizit für April in Folge der Pandemie von nicht weniger als 67 Prozent. Während die Importe im Vergleich zum April des Vorjahres um 25 Prozent gesunken sind, haben die Exporte sogar um 41,4 Prozent nachgegeben.

Laut den Werten von TurkStat sank zwangsläufig auch die Exportdeckung des Landes. Lag dieser Eckwert im April 2019 noch bei 84,9 Prozent, so sank er im April dieses Jahres auf 66,3 Prozent. Damit sind nur noch weniger als zwei Drittel durch landeseigene Exporte gegenfinanziert.

Krise könnte türkische Lira destabilisieren

Die Wirtschaftskrise könnte in weiterer Folge auch die türkische Lira weiter destabilisieren. Aktuell ist die türkische Währung wegen der umstrittenen Zinspolitik der Zentralbank und der Corona-Krise unter Druck. Jetzt bedient sich die türkische Nationalbank in Ankara der Devisenkontrolle, um eine weitere Abwertung der Landeswährung zu stoppen.

So soll die Nationalbank den Bankensektor angewiesen haben, für bestimmte Geldtransfers von der Türkei ins Ausland zunächst die Genehmigung bei der Nationalbank einzuholen. Hinter der Aktion soll die Staatsregierung unter Präsident Recep Tayyip Erdoğan stecken, die unter der wachsenden Wirtschaftskrise ihre Macht dahinschwinden sieht.

Türkische Lira

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