Fall Galizia: Jetzt taucht durch einen „Kronzeugen“ der Name des ehemaligen roten Wirtschaftsministers als Mord-Auftraggeber auf.

Foto: Continentaleurope / Wikimedia (CC-BY-SA-4.0)
Fall Galizia: Roter Ex-Wirtschaftsminister soll 350.000 Euro für Mord bezahlt haben

Eine neue brisante Information hat wie eine Bombe in der Causa der im Oktober 2017 ermordeten Journalistin Daphne Caruana Galizia auf Malta eingeschlagen. Der Informant und mutmaßliche Mittelsmann Melvin Theuma beschuldigt in einer aktuellen Aussage vor Gericht jetzt den ehemaligen sozialdemokratischen Wirtschaftsminister Chris Cardona des Mordauftrags an Galizia.

Der Ex-Minister soll dafür höchstpersönlich 350.000 Euro über einen Mittelsmann an den Mörder als Gegenleistung für die Durchführung des Mordkomplotts an der Journalistin bezahlt haben. Der als Auftraggeber bezichtige Spitzen-Sozialdemokrat Cardona bestreitet seinen Mordauftrag.

„Kronzeuge“ Theuma soll von Strafgericht Amnestie erhalten

Der „Kronzeuge“ der Strafbehörden, Melvin Theuma wiederum, soll vom maltesischen Strafgericht zumindest eine Teilamnestie erhalten haben, um sich für diese Aussage zur Verfügung zu stellen. Obwohl Ex-Minister Cardona die Involvierung in das Mordkomplott heftig abstreitet, belastet seine gespeicherte Handynummer auf einem in der Nähe des Tatorts gefundenen Mobiltelephons ihn schwer.

Neben Cardona gelten auch andere ehemalige Spitzenrepräsentanten in der sozialdemokratischen Regierungsmannschaft unter Ex-Ministerpräsident Muscat und einflussreiche Geschäftsleute zumindest als hochkarätige Mitwisser des Mordkomplotts.

Caruana Galizia

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