Heiko Maas mischt sich in US-Politik ein und versagt gleichzeitig beim Corona-Schutz. Und so jemand darf sich im Bundestag (Bild) auf einen Ministerstuhl setzen.

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Oberschlaue Tipps für Trump und Corona-Maßnahmen: Heiko Maas weiß alles besser

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, die Ausschreitungen in mehreren US-Städten mit dem Militär zu bekämpfen, verurteilt. „Statt Öl ins Feuer zu gießen, müssen wir versöhnen. Statt uns auseinander dividieren zu lassen, sollten wir den Schulterschluß suchen gegenüber den radikalen Extremisten“, sagte er dem Spiegel. Auch zum Thema Corona äußerte er sich in der Zeitschrift. Demnach sollen die Reisewarnungen aufgehoben und die Grenzen wieder sperrangelweit geöffnet werden.

Ein Besserwisser als Politiker

Maas zeigt damit einmal mehr, dass er glaubt, alles besser zu wissen. Zwar war er in den USA nicht an den Brennpunkten und scheint auch nicht zu wissen, dass das global agierende Coronavirus immer noch weltweit wütet, aber er hat natürlich zu allem eine Meinung. Wegen den seit Tagen anhaltenden Unruhen nach dem gewaltsamen Tod des Schwarzen George Floyd ließ US-Präsident Donald Trump übrigens nun 1.600 Soldaten in die Nähe von Washington verlegen. Sie sollen die Sicherheitskräfte in der US-Hauptstadt unterstützen. Militärpolizei und Infanterie stünden dafür bereit, betonte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums.

Auch in der vergangenen Nacht kam es wieder zu Krawallen in mehreren US-Städten. In New York plünderte der Mob Luxusgeschäfte. Weitere Großkundgebungen gab es in Los Angeles, Philadelphia und Atlanta, die ebenfalls in Gewalt umschlugen.

Gewalttätige Krawalle auch in Paris

Bei den Unruhen und Plünderungen kamen laut der Nachrichtenagentur AP bereits mehrere Menschen ums Leben. Vor allem der Fall des 77-jährigen pensionierten schwarzen Polizisten David Dorn erregte großes Aufsehen in den Sozialen Medien. Er soll von Plünderern erschossen worden sein, als er den Laden eines Freundes verteidigen wollte. Trump sprach der Familie via Twitter sein Mitgefühl aus und lobte den Einsatz der Polizei.

Auch in mehreren französischen Städten demonstrierten Zehntausende und zeigten ihre Unterstützung mit den Kundgebungen in den USA. In Paris schlug der Protest in Gewalt um, als Teilnehmer Brände legten und Straßen blockierten. Die Polizei setzte Tränengas ein.

„Multikulti“ funktioniert nicht

Hintergrund der Demonstrationen in Frankreich war neben dem Tod von Floyd ein ähnlicher Fall im eigenen Land. 2016 war ein 24-jähriger Schwarzer verstorben, nachdem er versucht hatte, die Festnahme seines Bruders zu verhindern. Den Beamten konnte keine Schuld nachgewiesen werden. Diese Ereignisse zeigen einmal mehr, was das patriotische Lager längst weiß: „Multikulti“ funktioniert nicht.

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