Konservative Katholiken in Österreich wenden sich gegen Leihmutterschaft und das Fortpflanzungsmedizingesetz.

Foto: madeloneugelink / pixabay.com (CCO)
Leihmutterschaft: Katholische Plattform ist für internationales Verbot

Eine katholische Plattform in Österreich unter dem Titel „Kinderbekommen.at“ fordert jetzt ein Verbot der Leihmutterschaft. Die Plattform wird von den vier Organisationen Katholischer Familienverband, Katholische Aktion, Aktion Leben und die Arbeitsgemeinschaft der Katholischen Verbände (AKV) getragen.

Grund für das Aufbegehren der engagierten Katholiken sind die schockierenden Vorkommnisse in der Ukraine, die in Zeiten der Corona-Krise an die Öffentlichkeit gelangt sind. Medienberichten zu Folge ist die Situation von Leihmüttern und ihren Kindern in der Ukraine aktuell besorgniserregend. Zahlreiche Neugeborene von Leihmüttern müssen seit Wochen in ukrainischen Krankenhäusern ausharren, weil ihre „Auftraggeber“ aus westlichen EU-Staaten durch die Corona-Krise derzeit nicht einreisen dürfen, um sie „vertragsgemäß“ abzuholen.

Leihmutterschaft ist ein Geschäft geworden

Laut den Mitstreitern der Aktion „Kinderbekommen.at“ ist die Leihmutterschaft dort zu einem riesigen Geschäftszweig geworden. Die Generalsekretärin der Aktion Leben, Martina Kronthaler, schlägt Alarm:

Was die Bilder aus der Ukraine unter anderem vermitteln, ist die Dimension von Leihmutterschaft. Es ist ein riesiges Geschäft, das sehr professionell aufgezogen worden ist – in Ländern, in denen die Armut groß und die Schutzbestimmungen niedrig sind. Wir brauchen deshalb ein internationales Verbot. Wir müssen außerdem viel mehr informieren in den Zielmärkten wie Österreich.

Auch zur österreichischen Situation kommt massive Kritik der Aktivisten. Sie beklagen, dass fünf Jahre nach der Beschlussfassung des Fortpflanzungsmedizingesetzes das verpflichtende Spenderregister für Eizellen- und Samenspenden ebenso ausständig ist wie die Begleitforschung. Die FPÖ war im Jahr 2014 die einzige Parlamentspartei, die gegen das Fortpflanzungsmedizingesetz Stellung bezogen hatte.

Baby

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