In Ischgl und anderen Tiroler Wintersportorten sollen sich Gastronomen nicht an Behördenanordnungen gehalten haben.

Foto: Basotxerri / Wikimedia (CC-BY-SA-4.0)
„Causa Ischgl“: Après-Ski-Bars sollen Betriebssperren ignoriert haben

Immer neue Indizien kommen in Tirol in der sogenannten „Causa Ischgl“ an den Tag. Aktuell geht es darum, dass dem Nachrichtenmagazin profil sowohl Polizeiprotokolle als auch Videos zur Verfügung stehen sollen, die belegen, dass sich Ischgler Après-Ski-Bars nicht um Behördenanordnungen gekümmert haben.

Konkret sollen auch nach Feststellung von Corona-Fällen und Betriebsschließungen einzelne Lokale diese Sperren einfach ignoriert haben. Die Beweise sollen vom 10. und 11. März 2020 stammen und belegen, dass die Behörden nicht weiter eingeschritten sein sollen.

Bezirkshauptmannschaft Landeck schreitet nicht ein

Akten und Protokolle belegen, dass die Bezirkshauptmannschaft Landeck auch nach Feststellung der Missachtung von Betriebssperren nicht eingeschritten sei. Ein wörtlich von profil wiedergegebener Aktenteil dazu belegt, dass „eine zwangsweise Durchsetzung der Verordnung aufgrund des wetterbedingt starken Personenverkehrs und dem Umstand, dass damit lediglich eine Verlagerung der Menschenansammlungen erzielt würde, nicht verhältnismäßig erschien“.

Die eingesetzten Polizisten regten an, dass man den Lokalbetreibern am nächsten Tag noch einmal nahebringen wollte, sich an die Schließungsverordnung zu halten. Aber nicht nur in Ischgl, auch in St. Anton soll die Durchsetzung der einschlägigen Rechtsgebote Anfang März 2020 nur unzureichend erfolgt sein. Tirols ÖVP-Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg redet die Unregelmäßigkeiten bei den Gesundheitsbehörden aber weiterhin klein.

Ischgl

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, unterstützen Sie bitte das Projekt unzensuriert mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf AT58 1420 0200 1086 3865 (BIC: BAWAATWW), ltd. Unzensuriert

Copy link