Marine Le Pen möchte, so wie einst General Charles de Gaulle, das Allgemeininteresse vor Einzelinteressen stellen. Emmanuel Macron sei dies bisher nicht gelungen.

Foto: Jérémy-Günther-Heinz-Jähnick / wikimedia.org (GFDL-1.2)
Marine Le Pen als Nachfolgerin Charles de Gaulles?

Vor 80 Jahren, am 18. Juni 1940, rief General Charles de Gaulle über Radio London die Franzosen zum Widerstand gegen die deutschen Besatzungstruppen auf. Brisant war das deswegen, da der damalige französische Staatspräsident, Marschall Philippe Pétain, einen Tag zuvor Deutschland einen Waffenstillstand angeboten hatte. De Gaulle wäre heuer 130 Jahre alt geworden.

Le Pen verfolgt Projekt de Gaulles weiter 

In Anbetracht dieser Jubiläen erklärte Marine Le Pen, die Vorsitzende des Rassemblement National, das Projekt des Generals weiterverfolgen zu wollen. So wie er, wolle sie die Unabhängigkeit Frankreichs und die Souveränität des französischen Volkes hochhalten. Nicht gelungen sei de Gaulle allerdings der Dekolonisierungsprozess Algeriens im Jahr 1962.

Macron – der absolute Anti-de Gaulle 

De Gaulle lehnte die Übernahme der Kontrolle seines Landes durch eine ausländische Macht ab. Aus diesem Grund sei Emmanuel Macron der „absolute Anti-de Gaulle“, erklärte Le Pen gegenüber der französischen Tageszeitung Le Parisien. Macron sei das Symbol des Diktats von Einzelinteressen, während de Gaulle diese dem Allgemeinwohl unterwarf. Für de Gaulle war Paris die Hauptstadt Frankreichs, während für Macron diese Brüssel sei. Man spüre, so Le Pen, dass Macron, anders als de Gaulle, nicht das Land vertrete. Macron vertrete eine ökonomische Kaste, die Finanzwelt.

Auch Frankreichs Linke hebt Volkssouveränität hervor 

Zur gegenwärtigen politischen Lage in Frankreich meinte Le Pen, dass sich ein Gegensatz zwischen national Gesinnten und Globalisierungs-Befürwortern abzeichne. Gleichzeitig trete wieder eine die Volkssouveränität hervorhebende Linke hervor, die auf derselben Seite wie die national Gesinnten des Rassemblement National stehe. Diese gehört, wie die FPÖ und die Alternative für Deutschland (AfD), im Europaparlament der Fraktion Identität und Demokratie an.

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