Jetzt wurde auch das staatliche Verkehrsunternehmen ÖBB Angriffsziel von Cyberkriminellen im Netz.

Foto: Gryffindor / wikimedia.org (CC0 1.0)
Hacker-Angriff auf ÖBB: 16.000 Kundendaten abgesaugt – angeblich aber keine Kreditkarten-Daten

Die Hackerangriffe auf Infrastrukturunternehmen in Österreich reißen nicht ab. Neben der Telekom A1 wurde jetzt auch die ÖBB gehackt. Jetzt wurde bekannt, dass es zu einem kriminellen Cyberangriff auf die Kundendaten des ÖBB-Shops gekommen ist. Dabei sollen rund 16.000 Kundendaten der ÖBB inklusive, Namen, Adressen und E-Mail gestohlen worden sein. Die ÖBB betont in diesem Zusammenhang, dass Finanzdaten der Kunden wie etwa Kreditkarten-Daten nicht davon betroffen sein sollen.

Der ÖBB-Shop verwaltet keine Kundendaten im Zusammenhang mit dem Fahrkartenverkauf, sondern Daten von Konsumenten, die etwa ÖBB-Modelllokomotiven oder sonstige Devotionalien mit dem ÖBB-Logo käuflich erworben haben.

Sensible Sendekatasterbank von Telekom A1 von Hackern gestohlen

Beim zweiten großen Infrastrukturunternehmen, der Telekom A1, das monatelang von Hackern erfolgreich ins Visier genommen worden ist, haben sich die Cyberkriminellen vor allem für die „kritische Infrastruktur“ interessiert. So wurde unter anderem die Sendekatasterbank gehackt, also jenes Verzeichnis, wo genau gespeichert ist, welche Telekom-A1-Sendemasten an welchem genauen Standort stehen.

Solche sensiblen Daten sind nicht nur für Kriminelle von Interesse, es könnte auch Terroristen dazu dienen, Teile des Telekom A1-Netzes österreichweit durch Anschläge außer Betrieb zu setzen. Linksextremisten versuchten etwa Mitte der 1990er-Jahre durch einen Anschlag auf die EVN-Leitungen in Ebergassing (Niederösterreich, Bezirk Bruck/Leitha), die Stromzufuhr nach Wien zu unterbrechen.

ÖBB

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