Nach „Luder-Sager“: ÖVP-Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler ist personeller Zankapfel in der schwarz-grünen Landesregierung in Tirol.

Foto: Klaus Maislinger / wikimedia.org (CC-BY-SA-4.0)
„Tiroler Tageszeitung“: Führt Causa Geisler zu politischem „Ablasshandel“ bei Schwarz-Grün?

Das schwarz-grün regierte Bundesland Tirol kommt nicht aus den Schlagzeilen. Die Causa rund um ÖVP-Landeshauptmannstellvertreter Josef Geisler und seinen „Luder-Sager“ gegen eine Aktivistin des „World Wide Fund For Nature“ (WWF) hat zu einer Koalitionskrise im Landhaus geführt. In den Reihen des kleineren grünen Regierungspartners regt sich Widerstand gegen das bestens bekannte Allmachtsstreben der Tiroler ÖVP unter Landeshauptmann Günther Platter.

Jetzt springt das Leitmedium Tiroler Tageszeitung (TT) wiederum der Landes-ÖVP zur Seite und spricht im Zusammenhang mit der „Causa Josef Geisler“ von einem „unzulässigen Ablasshandel,“ den WWF und die Tiroler Grünen hier inszenieren würden:

Doch WWF und Grüne betreiben jetzt ein ganz anderes, gefährliches Spiel. Mit dem Rückenwind der öffentlichen Empörung über Geislers verbale Entgleisung will man Zugeständnisse für die eigene politische Agenda erzwingen. Diese Verknüpfung ist nichts anderes als unzulässiger Ablasshandel im modernen Kleid.

 

Die TT sieht die ÖVP in der Defensive und deshalb von den Grünen dazu veranlasst, einen politischen Preis für die Entgleisung Geislers zu zahlen. Der Grund dafür soll eine Kompensation für „inhaltliche Wunden“ im Zuge der schwarz-grünen Koalition im Innsbrucker Landhaus sein:

Wollen die Grünen auf diesem Wege alle ihre (inhaltlichen) Wunden verarzten, die sie sich durch die Regierungsbeteiligung – sehenden Auges – selbst zugefügt haben, werden sie in Zukunft noch auf einige ÖVP-Entgleisungen hoffen müssen.

Was die TT verschweigt, ist ein nahender Konflikt bei der Aufarbeitung der „Causa Ischgl“, wo wohl wieder die Machtpolitik der ÖVP im Zentrum der öffentlichen Kritik stehen wird.

Josef Geisler

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