Für viele afroamerikanische US-Bürger war die lange Amtszeit des „Bruders“ Obama (Bild Mitte) verlorene Jahre für ihre Gruppeninteressen.

Foto: Pete Souza / Wikimedia (PD)
Verlorene Jahre: Viele Afroamerikaner sind von Obamas Amtszeit enttäuscht

Weil der schwarze Kleinkrimineller George Floyd bei einer Polizeiaktion zu Tode kam, kommt es jetzt zu regelrechten Jagden auf Weiße in Amerika, auf ihre Geschichte und die US-Polizei- und Sicherheitskräfte. Der 2009 bis 2017 regierende farbige US-Präsident Barack Obama scheint vergessen. Ganz im Gegenteil: Der republikanische US-Präsident Donald Trump und seine Anhänger werden medial als Rassisten hingestellt.

Die Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika seit der Unabhängigkeitserklärung 1776 wird in Zweifel gezogen und auf knapp 250 Jahre Rassentrennung, Sklaverei und Nachwehen des US-Bürgerkriegs 1861 bis 1865 reduziert.

Viele Afroamerikaner von Obamas Amtszeit enttäuscht

Dabei sind vor allem viele Afroamerikaner von der achtjährigen Amtszeit ihres „Bruders“ Barack Obama als erstem Mann im Staate enttäuscht. Für viele farbige US-Bürger waren diese Jahre eine verlorene Zeit. Obwohl sie in hohem Maße zweimal für Obama gestimmt hatten und ihm damit zum Wahlsieg gegen seine republikanischen Herausforderer verholfen haben, änderten zwei Amtsperioden im Weißen Haus für den Alltag der Afroamerikaner in den USA sehr wenig.

Obama berief zwar mit Eric Holder (2009-2015) und Loretta Lynch (2015-2017) zwei Afroamerikaner in das Amt des Justizministers in seine Administration nach Washington. Die achtjährige Amtszeit wurde aber aus der Sicht vieler Farbiger nicht für tatsächliche Reformen zu ihren Gunsten genutzt, sondern nützte nur einer kleinen schwarzen Oberschicht, die sich mit dem Establishment verbündet hatten.

Obama war farbiger Frontmann der weißen Demokraten-Elite

Obama konnte wohl auch deshalb tatsächlich oder vermeindlich notwendige Reformen für die farbigen Minderheiten in den USA während seiner Amtszeit nicht durchsetzen, da er vor allem eines war: farbiger Frontmann der weißen Demokraten-Elite. Und diese Gruppe will vor allem eines nicht, nämlich das Verändern der herrschenden Verhältnisse.

Obamas Vorgänger als demokratischer US-Präsident, Bill Clinton, (1993-2001) gab sich zwar liberal, wurde aber sowohl als Gouverneur von Arkansas (1978-1980) und (1982-1992) als auch als Staatsoberhaupt vor allem von den eher konservativen Südstaaten-Demokraten gefördert.

Barack Obama

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