Weil die taz in einem Beitrag alle Polizisten als „Müll“ verunglimpfte, hagelt es nun Strafanzeigen gegen die ultralinke Tageszeitung.

Foto: Marc Wathieu / flickr.com (CC BY-NC-ND 2.0)
Anzeige wegen Volksverhetzung: Linke „taz“ erklärt Polizisten zu „Müll“

In der durch die „Black Lives Matter“-Bewegung ausgelösten Hysterie geht es in den Redaktionen der deutschen Zeitung meistens gegen die Polizei – wer die härtesten Verunglimpfungen der Beamten liefert, kann sich als besonders „progressiv“ und „weltoffen“ schätzen. Den Gipfel der Hass-Tiraden hat am Montag die taz mit der Kolumne von Hengameh Yaghoobifarah (einem nach eigenen Angaben „nichtbinären“ Queer-Wesen) erklommen: Der Artikel mit dem Titel „All cops are berufsunfähig“ – eine Anspielung an das Kürzel Acab, das für „All cops are bastards“ steht – fordert nicht weniger als die Abschaffung der Polizei, wie sie im US-amerikanischen Minneapolis geplant ist.

Polizisten als „Faschos“, die nicht geduldet werden dürfen

Hengameh Yaghoobifarah, die in einem anderen Hetz-Artikel auch schon die deutsche Kultur als „Dreckskultur“ beschimpfte, phantasiert auch noch darüber, was mit den ehemaligen Mitarbeitern der aufgelösten Polizei geschehen soll. „Schließlich ist der Anteil an autoritären Persönlichkeiten und solchen mit Fascho-Mindset in dieser Berufsgruppe überdurchschnittlich hoch“, findet der/die Schreiber/in, dessen/deren Spezialgebiet eigentlich „antirassistische“ Texte sind.

Wohin also mit den über 250.000 Menschen, die dann keine Jobs mehr haben? Einfach in neue Berufe stecken? Weil das nach 1945 so gut funktioniert hat?

Die Antwort ist für die „Referent_in zu Queerness, Feminismus, Antirassismus, Popkultur und Medienästhetik“ klar: Polizisten müssen als potentielle „Gefährder“ allerorts gesellschaftlich und beruflich geächtet werden:

Ob Behörden, Lehrer_innen, Justiz, Politik, Ärzt_innen oder Sicherheitskräfte: Machtpositionen gegenüber anderen Menschen kommen nicht infrage. Streng genommen möchte man sie nicht einmal in die Nähe von Tieren lassen. Auch der Dienstleistungsbereich sieht schwierig aus. Post ausliefern lassen? Niemals. Zwischen Büchersendung und Schuhbestellung passt immer eine Briefbombe. Keine Baumärkte, Tankstellen oder Kfz-Werkstätten. Eigentlich nichts, woraus man Bomben oder Brandsätze bauen kann. Technik generell eher nein. Keine Gastronomie wegen Vergiftungsgefahr.

„Unter ihresgleichen fühlen sie sich bestimmt am wohlsten“

Für die angeblich 250.000 Menschen in Deutschland, die für die „Antirassistin“ ohnehin großteils „Bomben bauende Faschisten“ sind – in Wahrheit sind es übrigens knapp 320.000 Menschen, die hierzulande Polizeiuniform tragen – kann es nur ein geeignetes „Endlager“ geben: Da die Beamten ohnehin alle „Müll“ sind, würden sie sich auf einer Mülldeponie „unter ihresgleichen“ auch am wohlsten fühlen.

Spontan fällt mir nur eine geeignete Option ein: die Mülldeponie. Nicht als Müllmenschen mit Schlüsseln zu Häusern, sondern auf der Halde, wo sie wirklich nur von Abfall umgeben sind. Unter ihresgleichen fühlen sie sich bestimmt auch selber am wohlsten.

Volksverhetzung: Polizeigewerkschaft zeigt taz an

Besonders erfreut über das hasserfüllte Pamphlet in der linken „Zeitung“ waren weder die etwa 240.000 taz-Leser, noch die Polizeigewerkschaft. Letztere zeigte die Redaktion des Hetz-Blattes nun sogar wegen Volksverhetzung an, auch beim Deutschen Presserat wurde Beschwerde eingereicht. Für die Beamten sei der Beitrag ein „Schlag ins Gericht“, sagte Rainer Wendt, Vorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolg) zu der Anzeige:

Andere Menschen zu entpersönlichen, ihnen Würde und Menschsein abzusprechen und sie wie Unrat auf einer Müllhalde entsorgen zu wollen – wie hasserfüllt, degeneriert und voller Gewaltbereitschaft muss man eigentlich sein, um solche widerlichen Gedanken aufzuschreiben?

Sogar linke Taz-Leser entsetzt

Auch die Leser des Online-Artikel waren über die primitiven Beschimpfungen in der Kolumne empört und beschwerten sich lautstark in der Kommentarsektion des Beitrags (Rechtschreibfehler im Original):

[…] Menschen (egal welche) auf den Müll werfen, ist menschenverachtend. Den Rest kann man vielleicht noch als sehr schlechte Satire verkaufen. Den letzten Absatz definitiv nicht.

Die taz sollte sich schämen, so ein Hate-Speech abzudrucken.

Auch wenn es vermutlich ‚lustig’ gedacht war, sollte eine Zeitung wie die TAZ niemals darüber schreiben 300.000 Menschen pauschal wegen eines Attributes (hier Beruf) auf der Müllhalde zu entsorgen. When the rest goes high, TAZ goes low! Habe gerade mein Abo gekündigt!

Ich werde das erste Mal in meinem Leben jemanden anzeigen. Eine Taz-Autorin (!) wegen Volksverhetzung.

Heute, Dienstag, um 15.51 Uhr wurde dann die Kommentarfunktion abgeschaltet – „weil mittlerweile die Positionen ausgetauscht sind“.

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