In Hamburg ist die SPD politisch sehr stark, aber nun wird die derzeit grassierende „Rassismus“-Keule auch gegen sie geschwungen.

Foto: Constantin Wiedemann / flickr.com (CC BY 2.0)
Türken sehen sich benachteiligt: Rassismus-Vorwurf gegen SPD-Führung

Die Hamburger SPD-Spitze ist in die Kritik geraten, weil sie Mitglieder mit Einwanderungshintergrund bei der Vergabe von Posten nicht berücksichtigt haben soll. Sowohl in dem jüngst gewählten geschäftsführenden Fraktionsvorstand, als auch im Präsidium der Hamburger SPD gebe es keine Politiker mit ausländischen Wurzeln, so die Vorwürfe.

SPD-Elite ist nicht bunt genug

„Dies scheint zu einer so bunten, weltoffenen und vor allem vielfältigen Stadt wie Hamburg nicht zu passen. Es fehlt die Repräsentation der Bevölkerung“, zitiert die Hamburger Morgenpost (MoPo) einen Sprecher der Türkischen Gemeinde Hamburg. Die SPD müsse bei der Vergabe weiterer Posten auf mehr Vielfalt achten.

Auch innerhalb der Partei wuchs in den vergangenen Tagen die Kritik. Laut MoPo würden einige Mitglieder und Funktionäre mit Einwanderungshintergrund die Postenvergabe als „Veranstaltung der Weißen“ und als „Heuchelei“ bezeichnen. Der Vize-Chef der Arbeitsgemeinschaft Selbständige in der SPD Hamburg, Coskun Costur, sprach im türkischsprachigen Nachrichtenportal Elbe Express gar von „strukturellem Rassismus“.

„White Privilege“-Vowurf gegen eigene Partei

Der geschäftsführende Fraktionsvorstand wird aufgrund von Vorschlägen aus den Kreisverbänden zusammengesetzt. Dem Blatt zufolge sei aber mindestens in einem Fall ein heftiger Streit in einem Kreisverband ausgebrochen, weil ein ausländischstämmiger Politiker nicht berücksichtigt worden sein soll.

Zuvor hatte bereits der Bürgerschaftsabgeordnete Iftikhar Malik auf die aus seiner Sicht fehlende Repräsentation von anderen Ethnien in den SPD-Gremien hingewiesen. „Hamburg ist vielfältig und bunt und dies gilt es auch zu repräsentieren. So sehe ich auch keine nicht-weißen Führungspersonen unter den bisherigen Vorschlägen“, beklagte Malik. Er stehe neuen Personalvorschlägen offen gegenüber.

Kein Wort über weißenfeindlichen Rassismus

Seinen Beitrag versah er mit dem Hashtag „White Privilege“, der auf die angeblichen Privilegien aufmerksam machen soll, die Menschen weißer Hautfarbe hätten. Von der weißenfeindlichen Diskriminierung, die einheimische Deutsche und Europäer an vielfältigen Schulen und in „bunten“ Stadtteilen tagtäglich erfahren, dürften weder er, noch seine Partei etwas wissen wollen.

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