Der Ökonomieprofessor Harald Uhlig, der an der University of Chicago lehrt wurde jetzt beurlaubt, nachdem er sich kritisch über die derzeit in den USA grassierende „Black Lives Matter“-Bewegung (BLM) geäußert hatte.

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Renommierter Wissenschaftler in Chicago wegen Kritik an „Black Lives Matter“ gefeuert

Auch in den USA sind selbsternannte „Tolerante“ oft gar nicht tolerant. Jetzt traf es den deutschen Ökonomieprofessor Harald Uhlig, der an der University of Chicago lehrt und Herausgeber des renommierten Journal of Political Economy ist. Er wurde jetzt beurlaubt, nachdem er sich kritisch über die derzeit in den USA grassierende „Black Lives Matter“-Bewegung (BLM) geäußert hatte.

Kritisches Posting offensichtlich unerwünscht

In einem seiner Posts äußerte Uhlig laut der Süddeutschen Zeitung, BLM würde sich „selbst torpedieren“, wenn die Bewegung verlange, das Budget der Polizei zu kürzen. Halb scherzhaft hatte er getwittert: „Ich verstehe, daß einige da draußen immer noch protestieren und sagen: ‚Kürzt das Budget der Polizei‘ und alles Mögliche. Sie sind noch jung, und Verantwortung spielt keine Rolle. Habt Spaß dabei! Sagt, was ihr euch denkt! Aber macht nichts kaputt, ok? Und seid um 20.00 Uhr zu Hause.“

„Politisch korrekte“ Gesinnungswächter, die es auch in den USA zuhauf gibt, fanden das überhaupt nicht lustig. Der New York Times-Kolumnist Paul Krugman tat sich eigens mit einigen Professoren zusammen, um Uhligs Absetzung zu betreiben. Die Akademiker verfassten einen Brief, in dem sie Uhligs Kommentare „empörend und inakzeptabel“ nannten.

Vorwurf, weiß und priviligert zu sein

Krugman ereiferte sich darüber hinaus ganz im Sinne der BLM-Diktion auf Twitter: „Der Herausgeber des ‚Journal of Political Economy‘, ist ein mächtiger ‚Gatekeeper‘. Und noch ein weiterer privilegierter weißer Mann, der offensichtlich seinen Drang nicht kontrollieren kann, die Anliegen der weniger Glücklichen zu schmälern.“

Derartige Vorwürfe werden jedoch anscheinend nicht als rassistisch gewertet, obwohl sie ziemlich deutlich für weißenfeindlichen Rassismus sprechen. Weitere Akademiker sprangen auf den Vorwürfe-Zug auf. Der Wirtschaftswissenschaftler Rob Gillezeau von der University of Victoria dekretierte gar: „Rassisten sollte es nicht erlaubt sein, eine führende Position in unserer Berufsgruppe zu haben.“

Eine Entschuldigung hilft auch nicht

Uhlig entschuldige sich zwar für die Tweets. Er habe niemanden mit seinen Einträgen irritieren wollen, teilte er mit. Das half dem renommierten Wirtschaftswissenschaftler aber nicht mehr. Er wurde inzwischen beurlaubt.

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