Nun trifft der Rundumschlag gegen echten oder vermeintlichen Rassismus auch das linke Lager (Symbolbild). Die Geister, die sie riefen, fallen nun teilweise über sie selbst her.

Foto: Julia Hawkins / flickr.com (CC BY 2.0)
Linke Hysteriker orten nun auch „Rassisten“ bei Klima-Aktivisten

Es scheint so, als ob sich der alte Spruch bewahrheitet: Die Revolution frisst ihre Kinder. Denn nun hat die Ökonomin Tonny Nowshin der ganzen Klima-Bewegung ein latentes Rassismusproblem unterstellt. Sie und andere dunkelhäutige Menschen würden absichtlich nicht auf Fotos gezeigt. „Ich werde in der Klima-Szene geduldet, solange ich sie mir nicht so zu eigen mache wie die weißen Aktivisten“, kritisierte die aus Bangladesch stammende Frau am Donnerstag in der linken taz.

Schwarze auf Bildern nicht gezeigt

Sie selbst sei nach dem Protest gegen das Steinkohlekraftwerk Datteln 4 auf den Bildern nicht gezeigt worden, ihre weißen Mitstreiter hingegen schon. Sie habe sogar neben Luisa Neubauer, einer der Hauptorganisatorinnen von „Fridays For Future“, gestanden, doch das von Greenpeace hochgeladene Foto habe bei der bekannten Klimaschützerin geendet, Nowshin sei nicht abgebildet gewesen.

Das gleiche sei auch der ugandischen Klimas-Streikerin Vanessa Nakate passiert. Die Nachrichtenagentur Associated Press hatte sie Anfang des Jahres aus einem Bild mit ansonsten nur weißen Demonstranten wie Greta Thunberg herausgeschnitten. Die nicht-weiße Frau sei wegen ihrer Hautfarbe „unsichtbar gemacht“ worden, beklagte Nowshin. Grund für die Ungleichbehandlung seien ihrer Ansicht nach weiße Menschen, die die Gruppierung dominierten, ihre „weißen Privilegien“ aber nicht ablegen würden. Es gebe einen „grünen Rassismus“.

Klimarettung und Antirassismus sind „Querschnittsaufgabe“

Dunkelhäutige Menschen seien nur willkommen, wenn sie „die Vorzeige-Betroffenen spielen“ würden. Es gebe in der Klima-Szene einen Status quo, dem sie sich anpassen müssten. Dabei gehe es laut Nowshin nicht nur darum, den Planeten zu schützen, sondern auch um die Gestaltung einer besseren Zukunft, in der Antirassismus eine wichtige Rolle spiele.

Nowshin forderte ihre Mitstreiter auf, Rassismus und Klima-Krise als „Querschnittsaufgabe“ und die „Kämpfe als verbunden“ anzuerkennen. „Wir können keines dieser Probleme ignorieren, wenn wir das andere bekämpfen wollen. Eine rassistische Klimabewegung kann niemals eine gerechte Zukunft schaffen“, mahnte sie.

Droht Spaltung der Klima-Schützer?

Diese Vorwürfe gegen das eigene Lager könnten zur Spaltung der Bewegungen führen. Denn auch hier gilt der bekannte Spruch von Dr. Gerd Sudholt: „Wer sich distanziert, verliert.“ Zudem wird bei alledem völlig ignoriert, dass, wenn alle Einwanderer in ihren Dritte-Welt-Ländern bleiben würden, sie dort weniger CO2 produzieren würden, als wenn sie in die erste Welt kämen. Die Klima-Kämpfer werden also langsam von der Realität eingeholt.

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