Für die Produktion eines Films braucht man viel Geld für Schauspieler und technisches Gerät. Aber Fördergelder soll es jetzt nur noch für systemkonformes, „politisch korrektes“ Verhalten geben.

Foto: piqsels.com
Film-Förderungen künftig nur noch bei bedingungsloser Gutmenschlichkeit

Erinnert sich noch jemand an Ernst von Salomons Buch Der Fragebogen? Damals wollten es die Alliierten bei der sogenannten Entnazifizierung nach dem Krieg ganz genau wissen und haben Millionen Deutsche drangsaliert. Gleichzeitig ließen Sie Leute wie Klaus Barbie für den CIA arbeiten.

„Multikulturelle Gesellschaft in all ihren Facetten“ zeigen

Nun ist das alles schon lange her, aber jetzt macht ein neuer Fragebogen die Runde. Und auch dieser soll offenkundig dafür sorgen, dass Menschen gegängelt und unliebsame Denker ausgegrenzt werden. So hat die Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein (FFHSH) jetzt verpflichtende Fragebögen für Filmemacher zum Thema Diversität entwickelt. „Mehr Vielfalt filmen und Geschichten erzählen, die sonst ungehört bleiben: Wir wollen unsere vielfältige, multikulturelle Gesellschaft modern und in all ihren Facetten auf der Leinwand sehen. Auch unsere Fördernehmer*innen wollen wir stärker für das Thema Diversität sensibilisieren“, teilte Filmförderungs-Chef Helge Albers laut Deutschlandfunk mit.

Es sei höchste Zeit, unbewusste Vorurteile und Klischees zu hinterfragen. „Unsere Diversity Checklist und die diversere Besetzung unserer Fördergremien sind dafür ein erster Schritt“, verkündete Albers. Ob das mit der Vielfalt und allen Facetten auch für die fast 13 Prozent AfD-Wähler im Land gilt, wurde nicht verkündet. Aber es darf bezweifelt werden, dass diese ebenfalls zur Gesellschaft zählende Gruppe angemessen dagestellt oder innerhalb der Filmteams repräsentiert wird.

Wer will nur noch „politisch korrekte“ Filme sehen?

Wer künftig Fördermittel erhalten will, muss die mehrseitigen Fragebögen für die Kategorien Verleih, Produktion und Entwicklung ausfüllen. Gefragt wird unter anderem:

Sind die Geschlechter in der Geschichte ausgeglichen repräsentiert? Tauchen Figuren mit anderer als heterosexueller Orientierung auf? Ergreifen Sie Marketing-Maßnahmen, die eine vielfältige, multikulturelle und inklusive Gesellschaft anspricht?

Die Frage nach „Peopole of Color“ im Film ist mit dem Hinweis verbunden, dass laut Statistischem Bundesamt der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland bei 25 Prozent liege.

Ob sich jedoch die Leute, die den Fernseher einschalten, um der „bunten Vielfalt“in der Realität für ein paar Stunden zu entfliehen, darüber freuen werden, diese auch in der Flimmerkiste zu sehen, darf bezweifelt werden. Die Listen seien jedenfalls mit Wissenschaftlern und „Diversity-Expert*innen“ in Zusammenarbeit mit Vertretern der Filmbranche entwickelt worden. Sie sollen fortlaufend angepasst werden und so das Ziel der FFHSH umsetzen, „mehr Vielfalt im Film zu entwickeln“.

Wer sind die „Diversity-Expert*innen“?

FFHSH-Sprecherin Claudia Hartmann betonte gegenüber dem Deutschlandfunk, je diverser ein Film sei, desto besser sei er meist auch. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre haben das angeblich bewiesen. Wie sinnvoll jedoch eine Liste ist, die andauernd geändert wird, ist mehr als fraglich. Denn wie können Regeln verbindlich sein, wenn sie andauernd „angepasst“ werden?

Zudem fragte Frau Hartmann niemand, wer denn die „Diversity-Expert*innen“ sind und wer diese Leute zu Experten ernannt hat. Auch nannte sie keinen erfolgreichen „diversen“ Film. Sie wurde also nicht konkret, welcher Film aufgrund einer wie auch immer gearteten Diversitit erfolgreich war.

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