In Städten wie Brüssel stellen die Weißen in vielen Gegenden bereits nur noch eine Minderheit. Die politische Elite scheint das jedoch wenig zu kümmern; sie knickt lieber vor linken und farbigen Demonstranten ein.

Foto: Jean-Pol Grandmont / wikimedia.org (CC BY 3.0)
Royaler Kniefall vor „Black Lives Matter“ – Belgien

Wie weit die linke Ideologie mit ihren politischen Forderungen kommt, zeigt sich nun in Belgien. Dort ist nun auch ein gekröntes Haupt vor den „Black Lives Matter“-Umtrieben eingeknickt: Mit dem belgischen König Philippe hat sich erstmals überhaupt ein belgisches Staatsoberhaupt zu“„Gewalt und Grausamkeit“ während der Herrschaft der Belgier über den Kongo bekannt und sich dafür entschuldigt.

Ein Einknicken vor den weißenfeindlichen Rassisten

Auch in Belgien war die Kritik an der kolonialen Vergangenheit in den letzten Wochen – im Zuge der „Black Lives Matter“-Demonstrationen – lauter geworden. König Philippe, Nachkomme König Leopolds II., brach nun mit einem Brief an den kongolesischen Präsidenten Félix Tshisekedi anläßlich des 60. Jahrestages der Unabhängigkeit des Landes das Schweigen und erklärte, während der belgischen Kolonialherrschaft seien dort „Akte der Gewalt und Grausamkeit“ begangen worden, „die immer noch schwer auf unserer kollektiven Erinnerung lasten“. Dass er damit vor einer gewalttätigen Bewegung einknickt und dieses Einknicken einem Weißen auch nicht weiterhilft, scheint dem Monarchen nicht bewusst zu sein.

Aber er tut es trotzdem und setzt nach, dass es auch während der folgenden belgischen Kolonialzeit „Leiden und Erniedrigungen“ gegeben habe. „Ich möchte mein tiefes Bedauern über diese Wunden der Vergangenheit bekunden, deren Schmerz heute wieder zu spüren ist wegen Diskriminierungen, die es in unserer Gesellschaft noch allzu oft gibt“, schrieb Philippe laut der FAZ.

Rückendeckung durch liberale Politikerin

Beobachter weisen darauf hin, dass die Initiative durchaus ungewöhnlich ist, weil die belgische Verfassung dem König für politische Stellungnahmen enge Grenzen setzt. Sie müssen im Einklang mit der Regierung stehen. Allerdings gab die Regierungschefin dem König unverzüglich Rückendeckung. Er habe sich in „vollständiger Übereinstimmung mit der Regierung“ geäußert, sagte Sophie Wilmès von der liberalen Mouvement Réformateur. Sie brachte ihrerseits eine Plakette zum Gedenken an die Unabhängigkeit des Kongos am Rathaus von Ixelles an. In diesem Brüsseler Stadtviertel leben tausende Kongolesen. Wie es den dort lebenden einheimischen Belgiern so als Minderheit im eigenen Land geht, scheint die Politikerin jedoch nicht zu interessieren.

Erfolgreiche Demos gegen Königsdenkmäler

Die Abgeordneten des belgischen Parlaments haben sich angesichts der „Black Lives Matter“-Umtriebe schon vor zwei Wochen mit großer Mehrheit dafür ausgesprochen, eigens eine „Wahrheits- und Versöhnungskommission“ einzusetzen, die die belgische Kolonialvergangenheit aufarbeiten soll. Diese war zuletzt wieder ins öffentliche Bewußtsein getreten, weil sich der Unmut vieler der aktuellen Demonstrationen gegen Denkmäler für den früheren König Leopold II. (1885 – 1908) richtet, während dessen Regierungszeit die belgische Kolonie Kongo massiv ausgebeutet wurde.

Einige Universitäten und Gemeinden haben bereits Statuen des Königs entfernt. Ob die „Wahrheits- und Versöhnungskommission“ demnächst ein eigenes Ministerium, das man ja frei nach George Orwell „Wahrheitsministerium“ nennen könnte, bekommen, ist noch nicht bekannt.

Brüssel

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