Das Bismarck-Denkmal in Hamburg ist nun wieder einmal Ziel linker Kulturvernichtungswut geworden.

Foto: Christoph Braun / Wikimedia (CC0 1.0)
Linker Bildersturm nimmt kein Ende: Bismarck-Denkmal soll geköpft werden

Der derzeit in der westlichen Welt tobende Bildersturm gibt auch Bismarck-Feinden Auftrieb. Ginge es nach dem Pastor und früheren Studienleiter für „Erinnerungskultur“ an der Evangelischen Akademie in Hamburg, Ulrich Hentschel, soll das große Bismarck-Denkmal in der Hansestadt demnächst seinen Kopf verlieren. Das Hamburger Bismarck-Denkmal ist mit 34,3 Metern das höchste weltweit. Es wurde am 2. Juni 1906 nach dreijähriger Bauzeit eingeweiht.

Nächstenliebe? Nicht bei diesem Pastor

Dass ein evangelischer Pastor den Kopf eines evangelischen Politikers fordert, mutet schon seltsam an. Zumal es in der Kirche doch angeblich um Versöhnung und Vergebung geht, oder? Aber Hentschel scheint weder Bamherzigkeit, noch Gnade zu kennen. Und auch keine Liebe gegenüber seinem Nächsten; dem Mann, der demselben Glauben angehörte wie er selbst. Hentschel meint es todernst. Dem NDR sagte er: „Das würde eine Irritation geben. Die ist ja enorm wichtig, so dass man nämlich die Monumentalität und Wucht dieses Denkmals aufbricht.“

Auch in Hamburg war die Statue des Reichsgründers im Alten Elbpark durch die „Black Lives Matter“-Bewegung und den jüngsten Bildersturm gegen Denkmäler mit Bezug zur Kolonialzeit ins Visier geraten. Pläne, im Sockel des Denkmals Tafeln mit Erläuterungen zur Bedeutung Bismarcks anzubringen, reichen Bilderstürmer Hentschel nicht. Er fordert rundweg:

Am Ende darf der alte Bismarck nicht mehr in seiner heroischen Pose mit dem Schwert Hamburg dominieren.

Historischer Kontext ist ihm unbekannt

Auch Hentschel wirft Bismarck dessen Rolle in der Afrikapolitik vor – wobei seine Anwürfe infantil anmuten: „Auf einer Konferenz in Berlin, die er einberufen hat, stand er mit anderen gebeugt über eine Landkarte Afrikas, und sie haben dann den Kontinent untereinander aufgeteilt wie eine Räuberbande“, echauffiert sich der Pastor, der dem „eisernen Kanzler“ auch gleich noch seinen Kampf gegen die Sozialisten vorhält: „Man sollte auch daran erinnern, dass er die Vorgängerorganisation der SPD verboten hat. Tausende von Sozialisten kamen damals in Gefängnisse und wurden ausgewiesen.“

Dass aus den Reihen dieser Vorgängerorganisationen zwei Terroranschläge auf den deutschen Kaiser Wilhelm I. begangen wurden, ließ der Pastor im Gespräch übrigens unerwähnt. Ebenso scheint er zu vergessen, dass Bismarck mit seiner Politik Revisonswünsche der Franzosen wegen Elsaß-Lothringen abmildern wollte. Vielleicht ist ihm dieser historische Kontext unbekannt, oder aber, er ignoriert ihn bewusst.

Bismarck

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