Just Rudolf Anschober (Grüne) überholte Kanzler Sebastian Kurz nun in der Beliebtheit.

Foto: Andy Wenzel / BKA
Auffällig: Trotz gekaufter Medien gehen die Umfragewerte für Kanzler Kurz zurück

Nur böse Zungen behaupten, dass sich die schwarz-grüne Bundesregierung unter Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) eine wohlwollende Berichterstattung in den Mainstream-Medien kaufte, als sie am Anfang der Corona-Radikalmaßnahmen eine Sondermedienförderung beschloss. Sie wollte doch nur den durch die eigenen Maßnahmen in Schwierigkeiten geratenen Medien helfen!

Tageszeitungen im Vorteil

Die Regierung schüttete 9.742.164 Euro an Steuergeld allein an Tageszeitungen aus. Weil Kritik von den Wochenzeitungen kam, ließ sich Kurz nicht lumpen und erhöhte die Vertriebsförderung aus der Presseförderung für Kauftages- und -Wochenzeitungen und schenkte ihnen zusätzlich (!) das 1,5-Fache der regulären Förderung.

Anfang Juni, als die Umfragewerte für die ÖVP zurückgingen, griff Gerald Fleischmann, Medienbeauftragter des Kanzlers, noch einmal in die Geldbörse der Bürger. Weitere drei Millionen Euro gingen als Sondermedienförderung an regionale Wochen- und Monatsblätter. Zusätzlich spendierte die Regierung 15 Millionen an private kommerzielle, zwei Millionen an nichtkommerzielle Radio- und Fernsehsender.

Eine Hand wäscht die andere

Bei so viel Salamitaktik ist es für den Steuerzahler schwer, den Überblick zu bewahren. Unzensuriert listet auf, welche Tageszeitung wie viel Ihres Geldes für die wohlwollende Berichterstattung über die Regierung bekommen hat:

Tageszeitung Förderbetrag
Heute 1.842.148
Kleine Zeitung 928.906
Kronen Zeitung 2.713.907
Kurier 531.873
Neue Vorarlberger Tageszeitung 50.640
Oberösterreichisches Volksblatt 55.363
Oe24 1.689.363
Österreich 344.342
Oberösterreichische Nachrichten 397.367
Die Presse 220.743
Salzburger Nachrichten 235.842
Standard 221.880
Tiroler Tageszeitung 293.965
Tiroler Tageszeitung Kompakt 40.748
Vorarlberger Nachrichten 175.077
Summe 9.742.164

Wes Brot ich ess‘, des Lied ich sing

Das hat sich ausgezahlt! Die Berichterstattung im Sinne des alten Spruchs „Wes Brot ich ess‘, des Lied ich sing“ führte zu besten Umfrageergebnissen für die Regierungsparteien. Die ÖVP rangiert weit über 40 Prozent Zustimmung, die Grünen über 15 Prozent.

Doch halt! Kurz führte über lange Jahre das Ranking der beliebtesten Politiker in Österreich an. Doch nun wurde er gerade vom Regierungskollegen Rudolf Anschober (Grüne) überholt. Von einem Absturz des ÖVP-Stars zu sprechen, wäre wohl zu früh, doch der Knick in der persönlichen Kurve ist auffällig.

Österreicher wachen auf

Trotz aller wohlwollender, weil gekaufter Berichterstattung – die Österreicher wachen langsam auf und erkennen, dass die Corona-Radikalmaßnahmen, die allen voran Kurz so wünschte, bei weitem überzogen waren. Sie haben zwar einigen älteren Mitmenschen möglicherweise ein etwas längeres Leben geschenkt, dafür Tausende in Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit getrieben, die gesellschaftlichen Kontakte und die Familienbande beschädigt und den Kindern Bildung vorenthalten.

Eine desaströse Bilanz.

Bundesregierung PK

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