Linksextremisten genießen in Berlin eigentlich Narrenfreiheit, aber wenn Wahlen anstehen, machen die Altparteien schon mal was gegen sie, um Stimmen zu gewinnen.

Foto: jazavac / depositphotos.com
Polizei stürmt Antifa-Zentrum in Berlin-Friedrichshain

Mit 200 Beamten ist die Polizei am Donnerstagmorgen ins Herz der autonomen Szene Berlins vorgedrungen: in die Rigaer Straße 94. Bei einer stundenlangen Razzia wurden Beweise in Fällen von gefährlicher Körperverletzung, Urkundenfälschung und gewerbsmäßigen Betrug gesucht. Nachts schlugen die Linken zurück.

Angriff auf Polizistin war Durchsuchungsgrund

Weil sie eine Polizistin mit einem Laserpointer am Auge verletzt und dem Jobcenter und Bezirksamt gefälschte Vermieterbescheinigungen bzw. Mietverträge vorgelegt haben sollen, mit denen sie unrechtmäßig Sozialgelder abgreifen konnten, entsandte der Berliner Senat am Donnerstag ein Großaufgebot gegen die Autonomen in der Rigaer Straße 94. Die Internetseite Arcor.de spricht von einem „Konflikt um die Rigaer Straße“.

Die wehrten sich. Sie warfen Getränkekartons und Eier aus den Fenstern, kippten einen Eimer Farbe auf die Einsatzkräfte und zündeten Feuerwerkskörper. Nach mehreren Tritten zerbarst die Tür im Erdgeschoss und die Beamten konnten einrücken. Auch in der nahe gelegenen Karl-Marx-Allee fand eine Razzia statt, wo nach Aussage des Polizeisprechers mögliche Beweise sichergestellt wurden.

Könnte alles nur Show sein?

„Je näher das Wahljahr rückt, desto mehr interessiert sich der Innensenator offenbar wieder für seine Aufgaben“, kommentierte Marcel Luthe, den die Berliner FDP-Fraktion wegen unangepasten Verhaltens ausgeschlossen hat, den Großeinsatz auf Facebook. Tatsächlich hat es lange gedauert, bis Rot-Rot-Grün in diesem Bereich aktiv geworden ist.

Berlin: Hochburg linker Gewalt

Rund um den Prozess gegen die illegal besetzte Liebigstraße 34 hat sich bereits eine ganze Serie linker Straftaten ereignet. So gab es einen Anschlag auf das Bezirksamt von Berlin-Friedrichshain, bei dem Autonome die Fassade beschädigten und die Fenster zertrümmerten. Das Familienauto des Klägeranwalts wurde mit Hämmern demoliert und Buttersäure auf den Kindersitz gekippt. Und bei einer Fragestunde des Berliner Abgeordnetenhauses stürmten die Antifa-Gewalttäter in den Plenarsaal, warfen mit Konfetti und kreischten:

Ihr habt die ganze Stadt verkauft.

Aus Protest gegen die gestrige Razzia versammelte sich auf der Kreuzung von Rigaer Straße und Liebigstraße, dem sogenannten Dorfplatz, ein überschaubares Grüppchen  Linksradikaler. Ihr Widerstand endete um 0.30 Uhr, als die Polizei das Gelände räumen ließ. Dabei hagelten Beleidigungen und Eier auf die Einsatzbeamten ein. Sieben Personen wurden festgenommen.

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