In Äthiopien ereignete sich einst etwas Ähnliches, wie wir es gerade erleben. Damals wurden Denkmäler geschändet und am Ende eine stabile Monarchie durch eine kommunistische Diktatur ersetzt.

Foto: Sven Teschke / Wikimedia Commons
Äthiopischer Prinz gegen „Black Lives Matter“ und für deutsche Polizeiarbeit

Im Zuge der linken „Black Lives Matter“-Aktionen sieht sich die Bundespolizei immer wieder dem Rassismusvorwurf ausgesetzt. Nun nimmt sie der Unternehmensberater und Buchautor Prinz Asfa-Wossen Asserate gegen die Vorwürfe in Schutz und lobt ihre Qualität.

Viele Afrikaner wären dankbar für deutsche Beamten

„Als Afrikaner sage ich Ihnen: Die meisten afrikanischen Länder wären froh und dankbar, wenn sie die deutsche Polizei hätten“, sagte er gegenüber der Neuen Zürcher Zeitung. Die Anschuldigung von SPD-Chefin Saskia Esken, wonach es in der Polizei einen latenten Rassismus gebe, bezeichnete er als „maßlos“.

Auch die zunehmenden Übergriffe gegen Denkmäler mit Bezug zur Kolonialzeit sowie Straßenumbenennungen lehnt Asserate ab. „Ich halte überhaupt nichts von dem Versuch, Geschichte mit dem Vorschlaghammer umzuschreiben. Der Versuch, die verunglückten Teile unserer Vergangenheit zu tilgen, wird scheitern. Wir müssen mit unserer Geschichte auskommen und dafür Verantwortung tragen“, sagte er der Neuen Züricher Zeitung.

Schützenhilfe auch für Immanuel Kant

Auch den wegen seiner Arbeiten in die Kritik geratenen deutschen Philosophen Immanuel Kant (1724-1804) nahm der Großneffe des letzten äthiopischen Kaisers in Schutz. Selbstverständlich sei er immer noch „Kantianer“, und Kants kategorischer Imperativ sei „die Grundlage für alles Vernünftige“.

Sich selbst bezeichnet Asserate als deutsch-äthiopischen Patrioten. „Mit all den Neurosen, die diese Dualität mitbringt. Patriotismus ist für mich ein Menschenrecht.“ Seine Heimat sei Deutschland und sein Vaterland Äthiopien. Der äthiopische Prinz und Buchautor kam einst zum Studium nach Deutschland und nahm 1981 die deutsche Staatsbürgerschaft an. Bekannt wurde er durch sein Buch Manieren, in dem er sich mit europäischen und insbesondere deutschen Umgangsformen auseinandersetzt.

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