Rund die Hälfte der 121 Citybike-Stationen und ein großer Teil der 1.500 Leihfahrräder könnten bald aus dem Wiener Stadtbild verschwinden.

Foto: Herzi Pinki / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)
Gewista stellt Hälfte der Citybike-Stationen in der Bundeshauptstadt ein

Rund die Hälfte der bisher bestehenden 121 Radverleihstationen mit 1.500 Fahrrädern von Citybike soll bald aus dem Stadtgebiet verschwinden. Grund dafür ist ein Konflikt zwischen dem Betreiber Gewista und der Stadt Wien.

Da die Wiener Stadtregierung offenbar nicht bereit ist, die laufenden Kosten für den Betrieb des Citybike-Systems zu bezahlen, sollen nicht weniger als 61 Stationen abgebaut werden. Diese Maßnahme könnte das Ende dieses Leihfahrradsystems bedeuten, da ein Großteil der Stationen, die nunmehr entfernt werden, sich innerhalb des Wiener Gürtels und damit in der Innenstadt befinden. Übrig bleiben nur wenig attraktive und damit wenig genutzte Stationen in den Außenbezirken.

Verkehrsstadträtin Brigitte Hebein mit Citybike gescheitert

Die Diskussion rund um die langfristige Finanzierung des Citybike-Systems schwelt schon seit Jahren und ist noch eine Altlast aus der Zeit der ehemaligen grünen Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou. Die nunmehr verantwortliche Verkehrsstadträtin Brigitte Hebein versuchte in den letzten Monaten eine Lösung herbeizuführen, ist aber offensichtlich gescheitert.

Ob die verbleibenden Citybike-Stationen erhalten werden können, ist fraglich. Hebein lässt aktuell eine Ausschreibung für ein neues Verleih-System in Wien ausarbeiten. Dieses soll neben Leihfahrrädern auch Elektrorollern und das Car-Sharing umfassen. Ab 2021 sollen private Anbieter die Möglichkeit haben, sich für diese Verleih-Dienste zu bewerben.

Citybike

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