Boris Palmer warnt davor, den von Migranten ausgehenden Rassismus gegen Deutsche zu verharmlosen.

Foto: Reinhard Kraasch / Wikimedia (CC-BY-SA-4.0)
Grüner Oberbürgermeister Palmer: „Kartoffelrassismus“ gegen Deutsche ernst nehmen!

Boris Palmer, Tübingens grüner Oberbürgermeister, polarisiert einmal mehr in seiner eigenen Partei: Der 48-Jährige plädiert dafür, Rassismus nicht nur innerhalb der Polizei, sondern auch unter Migranten untersuchen zu lassen.

Auslöser dieser Aussagen war die Debatte um eine Studie, die rassistische Tendenzen unter Polizeibeamten erforschen sollte. Nachdem die Durchführung der Studie von Bundesinnenminister Horst Seehofer abgelehnt wurde, entbrannte eine wilde Diskussion über das Verhalten des CSU-Ministers und den angeblichen Rassismus unter deutschen Polizisten.

„Kartoffelrassismus gegen Deutsche“

Palmer geht davon aus, dass eine solche Studie „dringend notwendig“ wäre. Seehofers Verhalten wäre ein „schwerer Fehler“, findet der Bürgermeister der südwestdeutschen Universitätsstadt. „Wir brauchen Klarheit. Es gibt ohne Zweifel Rassismus in der Polizei“, ließ Palmer auf seinem Facebook-Profil verlauten, auch „Racial Profiling“ solle vorkommen, auch wenn es über das Ausmaß dieser Praktik unterschiedliche Meinungen gebe.

Außerdem existiere auch ein Rassismus unter Migranten, der sich gegen Deutsche richtet: Palmer fragt, wie es zu bewerten sei, dass sich der Begriff „Kartoffeln“ für ethnische Deutsche unter Migranten in Deutschland seit langem großer Beliebtheit erfreue. Er selbst werde „seit Jahren damit beschimpft“, zudem soll der Begriff auch mit Aufklebern in der Stadt verbreitet werden.

„PoC“ konstruieren grundlos Rassismusvorwürfe

Die „Probleme beider Seiten“ sollten ernst genommen werden, findet der prominente Lokalpolitiker. Viele dunkle Ausländer, heute „People of Color“ (PoC) genannt, würden die „häufigen Kontrollen durch die Polizei und diskriminierenden Erfahrungen“ beklagen. Dies sei zwar ein ernstzunehmendes Problem – allerdings würden viele Polizeibeamte auch davon berichten, dass diese sogenannten PoC „sich Kontrollen zu entziehen versuchen, indem sie grundlos Rassismusvorwürfe heraus schreien und Polizisten beleidigen und attackieren“. Weil sich beide Probleme gegenseitig verstärken würde, sei es wichtig, die beiden Thematiken in einer Studie zu erforschen, weil nur das Gesamtbild bei der Lösung dieser Probleme hilfreich sein könnte:

Wie viel Rassismus gibt es in der Polizei und wie viel „Kartoffelrassismus“ müssen die Polizisten ertragen?

Boris Palmer

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, unterstützen Sie bitte das Projekt unzensuriert mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf AT58 1420 0200 1086 3865 (BIC: BAWAATWW), ltd. Unzensuriert

Copy link