Die Zugangsbeschränkungen an deutschen Universitäten werden zusehends aufgeweicht oder abgeschafft. Die Qualität der Studenten sinkt folglich.

Foto: marcela_net / pixabay, gemeinfrei
Hochschulstudium in Deutschland verliert an Wert

Nicht nur das Abitur, sondern auch das Hochschulstudium wird in Deutschland immer weniger aussagekräftig. Denn es gibt immer weniger Zulassungsbeschränkungen. Zum Wintersemester 2020/2021 sind erneut weniger Studiengänge an deutschen Universitäten zulassungsbeschränkt als im Vorjahr. Bundesweit braucht es nur noch für 40,6 Prozent (Vorjahr 40,7) der Studiengänge eine Mindestnote im Abitur.

„Check Numerus Clausus“ mit weitreichenden Folgen

Laut PZ-news.de wurden nun die Hürden erneut gesenkt. Je nach Fach, Hochschultyp, Bundesland und Studienort variiert die Quote der Studiengänge mit einem sogenannten Numerus Clausus (NC) allerdings stark. Am häufigsten sind Studiengänge in Berlin (66,1 Prozent), dem Saarland (65,4 Prozent) und in Hamburg (64,2 Prozent) zulassungsbeschränkt. Die wenigsten Hürden gibt es in Thüringen. Hier findet lediglich bei jedem fünften Studiengang (19,4 Prozent) eine Auswahl per NC unter den Bewerbern statt. Bei den größeren Hochschulstädten haben Leipzig und Saarbrücken die höchste NC-Quote (beide 65 Prozent).

Ähnliches Problem auf Gymnasien

Eine analoge Entwicklung wie an den Universitäten findet auch an den Gymnasien statt. Auch hier gibt es praktisch keine Zugangsbeschränkungen mehr. Die Folge ist, dass sich das Leistungsniveau kontinuierlich verschlechtert. Nachdem die Zulassungsbeschränkungen aber an den Hochschulen ebenfalls schwinden, macht das den Zuständigen anscheinend nichts aus. Es ist ja nur die Qualität der Schul- und Hochschulabsolventen, die immer dürftiger wird. Die Folgen beeinflussen jedoch die zukünftige Elitenbildung Deutschlands. Immerhin werden viele der Betroffenen zukünftig wichtige Berufe ausüben und somit uns alle wirtschaftlich beeinflussen.

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