Australien verfolgt eine klare „No-Way“-Politik wenn es um Asylanten geht. Netflix versucht nun die Öffentlichkeit gegen diese Politik mit einer Serie aufzuwiegeln.

Foto: Australia
Propaganda für Asylwerber jetzt auch bei Netflix

Das US-amerikanisches Medienunternehmen Netflix, welches sich mit dem kostenpflichtigen Streaming und der Produktion von Filmen und Serien beschäftigt, will nun mit angeblichen Vorurteilen gegenüber Asylbewerbern aufräumen. Vergangene Woche veröffentlichte der Streaming-Anbieter die Serie „Stateless“ (zu deutsch: „staatenlos“).

Ziel der Propaganda ist diesmal Australien

Darin geht es um das Schicksal von Flüchtlingen in australischer Einwanderungshaft. In sechs Folgen wird dem Zuschauer eingeredet, dass jegliche Skepsis und Vorurteile gegenüber Migranten unbegründet und die staatlichen Autoritäten das wahre Problem wären. Diese Masche der Serienmacher ist leicht durchschaubar, denn ihnen passt offensichtlich Australiens „No Way“-Politik nicht und deswegen wollen sie diese jetzt durch mediale Propaganda aufweichen.

Und für den Fall kritischer Widerworte haben die Macher von „Stateless“ schon einmal vorgesorgt: Bereits im Vorspann teilen sie dem Zuschauer mit, dass die Serie „von wahren Begebenheiten inspiriert“ ist. Einigen Filmfreunden wird das wohl sauer aufstoßen, denn oft bedeutet die Notiz letztlich nur „von der Realität wegfantasiert“.

Serienkulisse ist echtem Flüchtlingslager nachempfunden

In diesem Fall hat die Oscar-Gewinnerin und Produzentin Cate Blanchett eine bunte, freundliche Gruppe von Akademikern, Frauen und kleinen Kindern als Bewohner des Flüchtlingslagers entworfen.

Im Vordergrund stehen die Schicksale von vier Personen. Sie alle führt ihr Weg zum Schauplatz der Serie: einer geschlossenen Asylunterkunft in der australischen Wüste, abgeschottet vom gesellschaftlichen Leben.

Serie fährt Strategie der Schuldumkehr

Die Serie lebt von einer Strategie der Schuldumkehr, indem sie völlig überforderte, aggressive Wärter sowie einen rücksichtslosen Staat zu den eigentlichen Tätern macht. Um das mitleidige Bild der Bewohner noch einmal zu verstärken, waren sich die Macher auch nicht zu schade, zu einem auch für deutsche Nachrichtenkonsumenten bekannten Trick zu greifen: plakativ Frauen und Kindern zeigen.

In der Serie wird der Geschlechteranteil ausgeglichen dargestellt. Aktuellen Zahlen der Villawood-Anstalt zufolge sind jedoch 406 der 430 Bewohner der Einrichtung männlich. Der Teufel steckt also wie immer im Detail. Und auch hier bewahrheitet sich: Aus „von wahren Begebenheiten inspiriert“ wurde „von der Realität wegfantasiert“. BRD-Medien wie der NDR halfen jedenfalls fleißig dabei mit, die Serie zu bewerben, die eigentlich auf einem Kanal läuft, der dem Fernsehen offiziell Konkurrenz macht.

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