Auch in Hamburg schreitet die Islamisierung voran. Und wer das nicht mittragen will, riskiert seinen Job.

Foto: JosvdV / pixabay.com
Edeka muss Strafe zahlen, weil Muslimin sich diskriminiert fühlt

Von einem Kopftuchverbot wie in anderen europäischen Ländern ist man in Deutschland Welten entfernt. Diese Erfahrung musste jetzt die Lebensmittelkette Edeka machen. Dort muss eine Hamburger Filiale einer moslemischen Schülerin eine Entschädigung zahlen, weil das Mädchen wegen seines Kopftuchs als Bewerberin für einen Sommerjob abgelehnt worden war.

Außergerichtliche Einigung und mediales Echo

Filialleiter, Unternehmen und der Anwalt der Muslimin einigten sich dieser Tage außergerichtlich. Der Edeka-Geschäftsführer und der Marktleiter entschuldigten sich zudem persönlich.

Die 16-Jährige hatte im Juni mit einem Instagram-Video für Schlagzeilen gesorgt, in dem sie davon berichtete, wie der Edeka-Marktleiter sie in einem Bewerbungsgespräch für einen Sommerjob abgelehnt hatte. „Du setzt dein Kopftuch ab oder du kannst hier nicht arbeiten“, soll der Mann demnach gesagt haben. Edeka bestätigte den Vorfall.

Propaganda via Internet-Video

Die Betroffene hatte in dem Video unter Tränen geschildert: „Ich hätte es mir nicht vorstellen können, dass ich als 16-jährige Schülerin von einem Geschäftsführer aufgrund meines Kopftuchs fertig gemacht werde.“ Sie sei sich bewusst gewesen, dass sie in ihrem späteren Leben einmal diskriminiert oder Absagen erhalten würde. „Aber nicht in dem Alter, vielleicht mit 26“, ergänzte das Mädchen. „Das war für mich eine Realitätsklatsche, dass Rassismus existiert.“

Das Video wurde mehr als 1,5 Million Mal angeklickt. Jetzt muss Edeka Geld an das Mädchen zahlen, wie die Junge Freiheit berichtet.

Das große Geschäft mit dem weißen Rassismuss

Der Anwalt des Mädchens, Yalçın Tekinoğlu, wollte nicht sagen, wie hoch die Entschädigung ist. „Dieser Fall zeigt, dass man gegenüber Rassismus und Diskriminierung nicht untätig bleiben sollte“, erklärte er. Seiner Erfahrung nach würden sich viele Betroffene jedoch nicht zur Wehr setzen. „Der Fall hat gezeigt, dass es etwas bringt. Rassismus darf sich nicht lohnen.“

Zudem bestätigte der Jurist, dass der Filialleiter seinen Posten verloren habe. „Es ging Miriam nicht darum, Profit aus der Sache zu schlagen.“ Den hat ein Mädchen, dass sich einen Anwalt leisten kann, ja eigentlich auch nicht nötig. Die Frage bleibt, wieso sie dann einen Ferienjob brauchte?

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