Vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf wurde Anklage gegen einen radikalen Islamisten erhoben, der in Deutschland „Ungläubige“ töten wollte.

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IS-Anhänger in Deutschland angeklagt

Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen einen mutmaßlicher Anhänger des Islamischen Staates (IS) erhoben, der zusammen mit anderen Männern Anschläge in Deutschland geplant haben soll. Ravsan B. wird unter anderem vorgeworfen, eine schwere staatsgefährdende Gewalttat vorbereitet zu haben, teilte die Generalbundesanwaltschaft mit.

Täter stammt aus Tadschikistan

Zudem klagte die Behörde den tadschikischen Staatsbürger wegen Terrorismusfinanzierung, wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz und das Außenwirtschaftsgesetz an. Wieso jemand aus diesem Land, in dem es keinen Krieg gibt, überhaupt in Deutschland Aufhältig ist, wurde in den Mainstreammedien nicht besprochen.

Ravsan B. war laut evangelisch.de bereits Mitte März von einem Spezialeinsatzkommando in Nordrhein-Westfalen (NRW) festgenommen worden und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Laut den Ermittlern standen er und die übrigen Männer in Verbindung mit zwei ranghohen IS-Angehörigen in Syrien und Afghanistan.

Anweisung „Ungläubige“ in Deutschland zu töten

Das IS-Führungsmitglied in Syrien soll ihn angewiesen haben, in Deutschland den bewaffneten Kampf gegen „Ungläubige“ aufzunehmen und Anschläge zu verüben. Der Mann in Afghanistan habe die Gruppierung im radikalen Islam unterrichtet und konkrete Vorgaben gemacht, wie ein Anschlag in Deutschland aussehen könnte.

Um ihre Pläne zu finanzieren, sollten die Tadschiken zusammen mit zwei Tschetschenen einen Geschäftsmann in Albanien töten. Der mit 40.000 Dollar dotierte Auftragsmord scheiterte jedoch. Dennoch hielten die Verdächtigen laut Bundesanwaltschaft an ihren Plänen fest. Ravsan B. soll sich bereits „Anleitungen für die Herstellung verschiedener Sprengstoffe und Zündmechanismen“ verschafft haben.

Hauptziel sollten wohl Islamkritiker sein

Zudem planten die radikalen Moslems, einen Islamkritiker in Deutschland zu töten. „Durch die Tat sollte ein Exempel statuiert und der Anschlag – auf Anweisung des IS-Repräsentanten aus Afghanistan – zu Propagandazwecken der Vereinigung verwendet werden“, teilte die Bundesanwaltschaft mit.

Hierfür sollten die fünf mutmaßlichen IS-Anhänger den Leichnam des Opfers fotografieren und die Bildern anschließend zusammen mit einem Aufruf zum Kampf gegen „Ungläubige“ auf dem Videoportal YouTube veröffentlichen. Das ins Auge gefasste Mordopfer soll am 14. März durch einen der Beschuldigten ausgespäht worden sein. Am selben Abend schlug das Spezialeinsatzkommando zu.

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