Wann stellt der burgenländische Landeshauptmann Hans Peter Doskozil endlich die Führungsfrage für 2014 in der Sozialdemokratie?

Foto: Steindy / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)
Ist Hans Peter Doskozil am Sprung zum roten Kanzlerkandidaten 2024?

Innenpolitische Unruhe macht sich breit, wenn der burgenländische Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) sich auf Bundesebene zu Wort meldet. Manche innenpolitischen Beobachter sehen Doskozil bereits als SPÖ-Kanzlerkandidaten. Zuletzt führte seine gemeinsame Pressekonferenz mit dem ehemaligen FPÖ-Verteidigungsminister Mario Kunasek und dem SPÖ-nahen Ex-Generalstabschef Edmund Entacher zu Spekulationen über ein bundespolitisches Comeback des Ex-SPÖ-Verteidigungsministers Doskozil (Jänner 2016 bis Dezember 2017).

Aus seiner Abneigung gegenüber dem von SPÖ-Bundesparteiobfrau Pamela Rendi-Wagner derzeit gefahrenen innenpolitischen Kurs macht Doskozil kein Geheimnis. Viele ideologische Festlegungen der Bundesparteiobfrau und ihr Zick-Zack-Kurs in der Corona-Krise finden das Missfallen des früheren burgenländischen Landespolizeidirektors.

Rot-blaue Allianz-Variante gegen Kurz und Co.?

Wie stark Doskozil unter der Beobachtung der Kanzlerpartei ÖVP ist, zeigen die regelmäßigen Angriffe aus dem ÖVP-Generalsekretariat gegen Doskozil. Von der Wehrpolitik bis zum Skandal rund um die „Mattersburg-Bank“ wird er von schwarzer Seite unter Feuer genommen.

ÖVP-Strategen fürchten vor allem eine künftige rot-blaue Allianz, die sich als Alternative gegen die derzeitige schwarz-grüne Bundesregierung bis zur nächsten Nationalratswahl aufbauen könnte, was unter Rendi-Wagner noch völlig unmöglich erscheint. Werden Kurz und Werner Kogler von der Covid-19-Krise endgültig eingeholt, dann könnte spätestens 2024 ein neuerlicher Machtwechsel auf Bundesebene ins Haus stehen.

Was gegen diese Hypothese spricht: Doskozil ist klug genug, seinen unumstrittenen Chefsessel als allseits beliebter und geachteter burgenländischer Landesvater nicht gegen den Schleudersitz als SPÖ-Parteichef im Haifischbecken der Bundespolitik zu tauschen.

Hans Peter Doskozil

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