„Mattersburg-Bank“: Brachten „gewöhnlich gut informierte Kreise“ noch schnell Millionenbeträge aus der Pleite-Bank in Sicherheit (Symbolbild Bankomat)?

Foto: Manuel Schneider / wikimedia.org (CC-BY-3.0)
„Mattersburg-Bank““: Wer hob vor Sperre „über Nacht“ noch 1,2 Millionen ab?

Neue Nahrung erhalten Gerüchte rund um die Pleite der Commerzialbank Burgenland AG (CMB) in Mattersburg. Jetzt ist eine dubiose 1,2-Millionen-Euro-Abhebung durch das Regionalmanagement Burgenland (RMB) kurz vor der behördlichen Schließung der Bank an die Öffentlichkeit gelangt. Laut Tageszeitung Kurier und ORF Burgenland soll die RMB als Tochtergesellschaft des Landes Burgenland nicht weniger als 2,5 Millionen Euro bei der „Mattersburg-Bank“ deponiert haben.

Um exakt 21. 30 Uhr in der Nacht am 14. Juli sollen noch rasch 1,2 Millionen Euro dieses Betrages abgehoben worden sein. Zweieinhalb Stunden später, exakt um 24.00 Uhr, wurde die Commerzialbank durch die zuständige Finanzmarktaufsicht (FMA) geschlossen. Damit waren behördlich keine Kontobewegungen aus der CMB mehr möglich.

Wer war Tipp-Geber für Geld-Abhebungen?

Jetzt stellt sich die spannende Frage, wer der Tipp-Geber für die Geldabhebung aus der Bank gewesen sein könnte. Mit der RMB war unter anderem auch der wegen eines Gold-Geschenks durch den ehemaligen SV Mattersburg-Präsidenten und CMB-Vorstand Martin Pucher zurückgetretene SPÖ-Sozial- und Wirtschaftslandesrat Christian Illedits verbunden.

Diese Verbindung besteht durch die bisherige Obmannschaft Illedtits in der sogenannten LAG Nordburgenland plus, einem Verein aus 69 Gemeinden und deren Partnern, der für die Regionalentwicklung im Nordburgenland verantwortlich zeichnet.

FPÖ-Parteichef Hofer: „Tiefe Verwicklung der Landespolitik“

Klare Worte findet FPÖ-Landesparteiobmann Norbert Hofer zur Causa „Mattersburg-Bank“ gegenüber der burgenländischen Sozialdemokratie. Bereits vorher wurde von der FPÖ-Burgenland von der Landes-SPÖ eine „Ehrenerklärung“ im Zusammenhang mit den Malversationenen rund um die Bank eingefordert. Diese wurde aber von der SPÖ Burgenland unter Landeshauptmann Hans Peter Doskozil nicht abgegeben.

Für FPÖ-Bundes- und Landesobmann Hofer ergibt dies ein fatales Bild durch die burgenländische Sozialdemokratie:

Offensichtlich gibt es eine tiefe Verwicklung der Landespolitik im Bankenskandal. Hier gibt es eine Menge aufzuarbeiten – beginnend vom einem anscheinend fachlich ungeeigneten Aufsichtsrat der Bank bis hin zu hartnäckigen Gerüchten, wonach prominente SPÖ-Politiker noch rechtzeitig vor der Schließung der Bank ihre Gelder in Sicherheit gebracht haben sollen.

Konnten es sich Prominente „richten“?

Im Fokus der FPÖ stehen vor allem die erwähnten mutmaßlichen Vermögensverschiebungen, die kurz vor der behördlichen Schließung der Bank noch quasi „über Nacht“ erfolgt sein sollen. So gibt es auch Gerüchte, dass Einzelpersonen und Institutionen Vermögen noch schnell vor dem ökonomischen Aus der CMB abgezogen haben sollen, wie Hofer berichtet:

Die Gerüchte, die immer wieder an uns herangetragen werden, beinhalten prominente Namen und durchwegs Summen im sechsstelligen Bereich. Es entsteht der Anschein, wonach es sich manche offensichtlich noch richten konnten, während viele Privatpersonen und Wirtschaftstreibende von der Bankpleite eiskalt erwischt wurden und nun vor den Trümmern ihrer Existenz stehen. Daher ist eine umfassende Aufarbeitung der Geschehnisse dringend notwendig.

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