Wegen falscher Corona-Testung im Tourismus: Auf der steirischen Planneralm musste eine Landesmeisterschaft im Bogenschießen abgesagt und ein Hotel geschlossen werden.

Foto: Isiwal / wikimedia.org (CC-BY-SA-4.0)
Durch falsche Corona-Tests werden Tourismusbetriebe geschädigt

Das Wirrwarr um verpflichtende, angeratene und freiwillige Coronavirus-Testungen fordert jetzt auch erste „ökonomische Opfer“ unter den betroffenen „Versuchskaninchen“ bei den heimischen Tourismusbetrieben. Ein falscher Coronavirus-Alarm auf der steirischen Planneralm hatte zur behördlichen Quarantäne bei Mitarbeitern geführt, Hotelgäste mussten heimgeschickt und eine Landesmeisterschaft im Bogenschießen mit nicht weniger als 150 Teilnehmern abgesagt werden.

Zwei Tage später stellte sich allerdings heraus, dass die ursprünglich als „Covid-positiv“ getesteten Mitarbeiter gar nicht von einer Infektion betroffen gewesen sind. Unterm Strich verursachte diese Covid-19-Testung, die vom Tourismusministerium allen Betrieben „auf freiwilliger Basis“ empfohlen wird, den Besitzer der Planneralm nicht weniger als 14.000 Euro gekostet hat.

ÖVP-Gesundheitslandesrätin spielt Ball an ÖVP-Tourismusministerin weiter

Auch parteipolitisch mutiert die „Causa Planneralm“, wie die Kronen Zeitung berichtet, zu einer Posse zwischen dem Land Steiermark und der österreichischen Bundesregierung. Die steirische Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß (ÖVP) verwies in einer Stellungnahme darauf, dass die Testung über ein „Screening des Bundes“ durchgeführt worden war.

Das Büro der auf Bundesebene dafür zuständigen Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) musste zugeben, dass so ein Fall noch nie aufgetreten sei. Darüber hinaus gab man keine Stellungnahme ab und ging laut Krone informationspolitisch auf „Tauchstation“.

Planneralm

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, unterstützen Sie bitte das Projekt unzensuriert mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf AT58 1420 0200 1086 3865 (BIC: BAWAATWW), ltd. Unzensuriert

Copy link